Wandern

 

20.09.2018

Ortsspaziergänge - es geht los!

 

Wer ist Kloster Lehnin?  Niemand kann dies besser beantworten als die Kloster Lehniner selbst! Um Reflexionen und Anregungen zusammenzutragen, wollen wir die Idee der Ortsspaziergänge aufgreifen. 


In jedem der 14 Ortsteile werden geführte Ortsspaziergänge mit Einwohnern der Gemeinde Kloster Lehnin und interessierten Gästen durchgeführt. Diese werden von den jeweiligen Ortsteilen individuell vorbereitet. Lassen Sie sich überraschen!
Eines bleibt jedoch gleich: Wir gehen mit offenen Augen durch die Orte. Ein einfacher Fragebogen soll am Ende ausgefüllt werden, dessen Ergebnisse in die Tourismuskonzeption der Gemeinde Kloster Lehnin einfließen. 

 

Seien Sie herzlich willkommen, wenn sich die Ortsteile der Gemeinde Kloster Lehnin vorstellen!

 

Wir sind Kloster Lehnin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Termine Ortsspaziergänge:

 

Ortsteil

Tag

Datum

Uhrzeit

Krahne

Mittwoch

26.09.2018

16:30 Uhr

Rädel

Mittwoch

03.10.2018

14:00 Uhr

Netzen

Samstag

13.10.2018

13:00 Uhr

Trechwitz

Sonntag

21.10.2018

14:00 Uhr

Reckahn

Freitag

16.11.2018

15:00 Uhr

Damsdorf

Samstag

09.02.2019

14:30 Uhr

Prützke

Samstag

09.03.2019

14:00 Uhr

Michelsdorf

Sonntag

10.03.2019

14:00 Uhr

Nahmitz

Samstag

16.03.2019

14:00 Uhr

Emstal

Samstag

23.03.2019

13:30 Uhr

Lehnin

Samstag

30.03.2019

14:00 Uhr

Lehnin

Samstag

06.04.2019

14:00 Uhr

Göhlsdorf

Sonntag

07.04.2019

14:00 Uhr

Rietz

Mittwoch

10.04.2019

17:00 Uhr

Grebs

Samstag

27.04.2019

14:00 Uhr

Damsdorf

Samstag

28.04.2019

14:30 Uhr

 


 

Wir sind Kloster Lehnin – Rückblick Ortsspaziergänge

 

Am 26. September 2018 startete das Projekt „Ortsspaziergänge“ im Ortsteil Krahne. Bei bestem Wetter fanden sich ca. 30 interessierte Einwohner, Bürger anderer Ortsteile und Gäste der Gemeinde Kloster Lehnin am Treffpunkt ein. Nach einer kurzen Begrüßung vom Ortsvorsteher, Herrn Siegel, startete der Ortsspaziergang an der ehemaligen Brennerei, der heutigen Feuerwehr mit Dorfgemeinschaftsraum. Entlang am Dorfanger, von wo aus die Wanderung zum blauen Stein beginnt, stehen die ehemaligen Schnitterhäuser, in denen Saisonarbeiter des Gutshauses untergebracht waren. Direkt am Dorfanger, mit Festplatz und Spielplatz, steht das Pfarrhaus in dem das erste Schulmeisterinstitut 1810 gegründet wurde und die Lehrerausbildung stattfand. Herr Pachali (Pfarrer a.D.) zeigte den Teilnehmern die Kirche, die bei einem großen Brand 1741 vernichtet und danach wieder aufgebaut wurde. Weiter ging es am „Riesen“ vorbei, der laut einer überlieferten Geschichte den „Blauen Stein“ geworfen haben soll, die Krahner Hauptstraße entlang. Einige Teilnehmer konnten sich noch gut an die bis 1967 und 2001 vorhandenen Gasthäuser erinnern. Stolz sind die Krahner über den „Tante-Emma-Laden“ mit Fleischerei, der mit dem Nötigsten versorgt. Die breite Golzower Straße ließ so manchen Teilnehmer staunen wie großzügig die Straßen in Krahne angelegt wurden. Herr Siegel stellte das ehemalige Gebäude der Gemeindeverwaltung mit Wasserwerk vor sowie das Kriegerdenkmal der Gefallenen aus dem 1. und 2. Weltkrieg. 
Der durch Eigenleistung betonierte Friedensweg, führt zur Einmündung der Bahnhofsallee. Bis 2004 existierte noch Bahnbetrieb.
Entlang des Sportplatzes erklärte Herr Siegel die Aktivitäten im Ort. Der Sportplatz wurde durch Sponsoring und fleißige Krahner Helfer errichtet. Der ehemalige Kälberstall wurde von Krahnern saniert und steht nun für Feste und Feierlichkeiten zur Verfügung. Auch die Jugend hat in Krahne einen festen Platz. Das Jugendzentrum wird durch die Heranwachsenden genutzt und gepflegt. Sie würden sich gern der Fassade widmen, um auch nach außen ordentlich zu wirken, sobald Gelder bereit stünden.
Durch den Gutspark, mit Grabstätte von Friedrich Ludwig von Rochow, gelangt man zum Kunstgut Krahne. Das ehemalige Gutshaus wird seit einiger Zeit von Familie Breyer/Raschke saniert und genutzt. Am Ende des Rundganges kamen die Teilnehmer zum Rittergut Krahne und ließen den Abend bei einem kleinen Imbiss und Getränk ausklingen.

 

Am Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober 2018, trafen sich ca. 20 Teilnehmer bei durchwachsenem Herbstwetter zum Ortsspaziergang in Rädel am Sport- und Gemeindezentrum. Neben der Hauptstraße geht es zur bekannten Orchideenwiese. Ein paar Meter weiter gab die barocke Kirche Unterschlupf, sodass die Teilnehmer später trockenen Fußes den Ortsspaziergang fortsetzen konnten. Nahe der Kirche ist das Denkmal des Försters Duden zu finden, zu dem Frau Hadan eine Sage erzählte. 
Vorbei am Kriegerdenkmal ging es weiter zur Bushaltestelle nahe des Spielplatzes und dem ehemaligen Konsum. Vor Ort zeigte Frau Golke Fotos auf denen zu erkennen war, wie es bis vor ein paar Jahren aussah. Der ehemalige Konsum beherbergt zurzeit das Kirchenmodell, welches zur 825-Jahrfeier in Rädel den Umzug begleitete. Am Ortsrand, einem Quellgebiet der Emster,  stand eine Mühle. Übrig ist einzig ein alter Mühlstein der ohne Ortskenntnis nicht wahrgenommen werden würde. Entlang der weiteren Waldwege hat man einen herrlichen Blick über das Naturdorf Rädel. Zurück am Gemeinde- und Sportzentrum wurde Kuchen und Kaffee angeboten, während ein Rückblick zur 825-Jahrfeier in Rädel gezeigt und ein Wetterfilm von Steffen Lorke vorgeführt wurde.

 

Dass der späte Herbst auch schöne warme Tage hat, zeigte sich am 13. Oktober 2018 beim Ortsspaziergang in Netzen. Dem Aufruf folgten ca. 40 Teilnehmer aller Altersklassen. Zunächst sammelten sich die Teilnehmer auf dem Rodelberg und ließen den Blick über Netzen schweifen und mit ein paar Worten in brandenburgischem Platt von der Ortsvorsteherin Frau Triebsch begleiten. Der Pfarrer, Herr Babin, öffnete die Kirche für die Teilnehmer des Ortsspaziergangs. Neben der historischen Entwicklung und Nutzung der Kirche konnte er auch ein paar aktuelle Geschichten erzählen, wie etwa als die Kirche zum Darstellungsort einer bekannten Fernsehserie wurde. 
Weiter ging es zum Mehrgenerationenhaus, das im Erdgeschoss die Räumlichkeiten der Kita Netzen und im Obergeschoß die der Landfrauen beherbergt.  Danach konnten sich die Teilnehmer das Feuerwehrgerätehaus ansehen, leider ohne Feuerwehr, denn die befand sich just zu diesem Zeitpunkt bei einem der vielen Einsätze. 
Ein sehr interessantes Hobby konnte sich auf dem Gehöft der Familie Kelle angesehen werden. Drei handgefertigte Modelle von Netzener Häusern befinden sich in der Scheune und warten auf einen Platz, zu dem die Öffentlichkeit Zugang hat. Einen Hof weiter, bei Herrn Neumann hat sich ein Verein gegründet, der sich ganz den Interessen um die Zweiräder „Simson“ widmet. Eine kleine Ausstellung von alten, aufgebauten und umgebauten Simson-Modellen befindet sich hier. 
Der Hundeplatz wird vom Hundesportverein betrieben und bietet verschiedenste Ausbildungen für die Vierbeiner an, die dann auch bei Wettkämpfen erfolgreich sind.
Entlang der Gartenstraße wird viel gebaut, denn die ehemaligen Gärten werden gern als Baufläche genutzt. 
Extra für die Teilnehmer des Ortsspazierganges, wurden die Tore der alten Mühle geöffnet. Als eine von vielen familiengeführten Mühlen im Umkreis konnte die Nachfrage nicht zu den geforderten Konditionen nach 1990 bedient werden. Der Betrieb der Mühle wurde im September 1992 eingestellt und bis 2010 als Futtermittelhandel geführt. 
Zurück am Treffpunkt, dem Sport und Freizeitzentrum in Netzen, wurden die Teilnehmer von den Netzener Landfrauen mit Kaffee und Kuchen empfangen. Wer Interesse hatte, konnte sich weiteres Netzener Chronikmaterial oder Handarbeiten der Netzener Landfrauen ansehen.
 


 

31.08.2018

„Wir sind Kloster Lehnin“ – Aufruf Ortsspaziergänge

Die kontinuierliche Weiterentwicklung des ländlichen Raumes ist ein wesentlicher Bestandteil und ständige Aufgabe der Gemeinde Kloster Lehnin. Zentral gelegen zwischen großen Städten wie Potsdam/Berlin, Brandenburg und Magdeburg heißt es für Kloster Lehnin, sich stetig den umliegenden Bedingungen anzupassen, Möglichkeiten zu entwickeln, aber auch auf Notwendigkeiten einzugehen.


Im Jahr 2017 hat die Gemeinde mit der Agentur [BEST]- projekte für baukultur und stadt, der Brandenburgischen Architektenkammer und dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) sowie unter reger Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner das Projekt „Stadt-Land gestalten. Mach mit!“ durchgeführt. Damit wurde ein Grundstein für zukünftige Entwicklungskonzepte gelegt. An dieses wollen wir nun anknüpfen und jeden der 14 Ortsteile unter touristischen Gesichtspunkten ansehen.


Mit sogenannten Ortsspaziergängen wird auf einer geführten Tour jeder Ortsteil betrachtet. Die herausragenden und ortsbildprägenden Merkmale werden erfasst und bewertet. Dazu zählen Baukultur, Infrastruktur, Natur, Sehenswürdigkeiten, Kultur und vieles mehr. Federführend sind die Einwohner selbst. Sie werden vorab eine Route und Wegpunkte erstellen. Ziel ist es, einen objektiven Blick für das Vorhandene zu finden und das Erlebte mit Kreuzen und Stichpunkten in einem Fragebogen festzuhalten. Diese Wanderungen richten sich an Ortsansässige und Interessierte aus anderen Ortsteilen, aber auch an Einwohner anderer Gemeinden.


In den kommenden Wochen werden Terminvorschläge für diese Spaziergänge aus den Ortsteilen gesammelt, in die Gemeindeverwaltung geschickt und von dort koordiniert. Daraus wird ein Wanderkalender erstellt, der jedem die Möglichkeit bietet, aktiv seinen eigenen, aber auch andere Ortsteile zu erleben und mitzugestalten. Bis Ende April 2019 sollen die Ortsspaziergänge in den Ortsteilen der Gemeinde Kloster Lehnin durchgeführt werden. Die Ergebnisse werden gesammelt, ausgewertet, sie fließen in das zukünftige touristische Konzept Kloster Lehnins ein. 


Der Einladung zum Projektstart am 14.08.2018 folgten bereits aus jedem Ortsteil mindestens zwei Freiwillige und signalisierten „Mach mit!“ - Bereitschaft.  Seien auch Sie dabei und fühlen Sie sich für Ihren Ortsteil mitverantwortlich! Sprechen Sie Ihren Ortsvorsteher / Ihre Ortsvorsteherin an und unterstützen Sie ihn/sie mit Ihren Ideen und Ihrer Hilfe!


»Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe.« …lassen Sie uns gemeinsam Wege finden und gehen!
Ihr Vorbereitungsteam „Ortsspaziergänge“