Lehniner Gespräch: Ex-Ministerpräsident Ramelow im Interview zu den jüngsten Ereignissen
„Die neue Mauer“ mit Bodo Ramelow und Ilko-Sascha Kowalczuk wird beim nächsten Lehniner Gespräch Mittwoch, 7. Oktober, 19 Uhr im Klosterhotel Lehnin, Festsaal Luise-Henriette, Klosterkirchplatz 13, debattiert.
Die neue Mauer thematisiert ein Gespräch über den Osten. Der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk ist einer der besten Kenner der DDR-Geschichte und seit vielen Jahren ein ebenso kritischer wie kluger Beobachter des Vereinigungsprozesses. Bodo Ramelow ist seit 1990 in Ostdeutschland politisch aktiv. Er war von 2014 bis 2024 Ministerpräsident in Thüringen und ist heute Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Die beiden haben sich zusammengesetzt, um nach den Ursachen für die Wahlerfolge der AfD in den neuen Bundesländern und nach den Perspektiven für unsere Demokratie zu fragen.
Der Zeithistoriker und der Politiker lassen es dabei nicht an deutlichen Worten fehlen und gelangen zu einem sehr differenzierten Bild der deutsch-deutschen Gegenwart. So lasse sich die gegenwärtige Lage einerseits mit Versäumnissen und Fehlern im Vereinigungsprozess, anderseits mit überzogenen Erwartungen und einem falschen Verständnis von Freiheit erklären. So sei eine toxische Stimmung entstanden, die immer größere Teile der Bevölkerung erfasst – nicht nur im Osten, sondern auch im Westen.
Denn die „neue Mauer“ verläuft nicht nur entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, sondern auch zwischen den Verteidigern der Demokratie und jenen, die sie – gezielt oder leichtfertig – in Gefahr bringen. Im Anschluss an das Gespräch besteht Gelegenheit zum Austausch. Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter www.diakonissenhaus.de/lehniner-gespraeche.
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