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Reckahn

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Einwohner: 369 (Stand: 01. Jan. 2017)

 

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Ungefähr 16 km von Lehnin entfernt liegt die Gemeinde Reckahn. Erstmals 1351 urkundlich erwähnt, war es Rittersitz und ein Dorf der Zauche. Reckahn, gelegen an dem Flüsschen Plane, ist untrennbar mit dem Adelsgeschlecht "von Rochow" verbunden. Eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten sind noch heute hier zu finden. Das älteste Gebäude ist das alte Schloss von 1606 mit dem auffälligem Renaissancegiebel. Das barocke Schloss, gebaut zwischen 1720 und 1730, schließt sich an. Hier verfasste Friedrich-Eberhard von Rochow (1734-1805) seine bekannten pädagogischen und ökonomischen Schriften, so das erste Volksschullesebuch "Der Kinderfreund".


Im Schloss wurde anlässlich des 250. Geburtstages von Rochows 1984 eine Gedenkstätte errichtet, die jedoch 1989 erst wieder zu neuem Leben erwachte. Seit 1992 beherbergt das alte Schulhaus, bis 1945 noch als Schule und später als Kinderkrippe genutzt, ein Schulmuseum. Hier besteht die Möglichkeit, in einem original erhaltenem Klassenzimmer der Jahrhundertwende Platz zu nehmen. Auch das Schreiben mit dem Federkiel oder dem Griffel auf der Schiefertafel kann geübt werden. Dokumentationsräume über Zeitepochen der Schulgeschichte vervollständigen die Reise in die Vergangenheit.


Am Rande der Ortschaft befindet sich die Steinpyramide, die infolge des 1741 bei Reckahn abgehaltenen Heerlagers Friedrich II. (1712-1786) errichtet wurde. Sie weist auf die Schäden hin, die das Heerlager verursacht hat.

 

Fotos Ortsspaziergang Reckahn 

 

Traditionelle Feste:

  • Reiterfest mit Volksfestcharakter
  • Historisches Schulfest
  • Konzerte im Rahmen der Havelländischen Musikfestspiele

 

Anreise:

Den Ortsteil Reckahn erreichen Sie mit dem Auto über die Autobahn A 2 Berlin-Hannover, Abfahrt Brandenburg.

 

Es besteht folgende öffentliche Verkehrsanbindung:

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Aktuelle Meldungen

Denkmaltag mit Sonderführung, Konzert und Kichererbsenkaffee

(09.09.2019)

Zum Tag des offenen Denkmals gab es Sonntag auf dem Reckahner Schloßgelände als Besonderheit eine Baustellenführung im 1605 erbauten Renaissancebau mit dem Architekten Egon Behrens und ca. 20 Interessierten. Hier wurde Umbrüchen in Kunst und Architektur nachgegangen. Die Sanierung des Herrenhauses Reckahn und ein neuer Anbau sollen im zweiten Halbjahr 2019 fertiggestellt sein. Vorgesehen ist hier ein Jugend-, Gemeinde- und Kongresszentrum, das u. a. Übernachtungen und wissenschaftliche Tagungen ermöglicht. Zudem ist ein Café geplant. Das Bauprojekt komplettiert das historische Ensemble in Reckahn.

Später begann im ausverkauften Konzertsaal des Schloßes das Konzert des Salontrios des Brandenburgischen Konzertorchesters Eberswalde mit dem Bariton Daniel Nicholson und 60 Musikliebhabern. Gut besucht waren laut der Museumsleiterin Dr. Silke Siebrecht-Grabig auch die Zuckertüten-Ausstellung im Schloßmuseum, die vor kurzem eröffnet wurde und das Schulmuseum im historischen Schulhaus von 1773.

Die Ausstellung des Archivs historische Alltagsfotografie in Kooperation mit dem Schulmuseum Reckahn erzählt, wie Kinder ihren ersten Schultag erlebten. Im 19. Jahrhundert entstand der Brauch, den ABC-Schützen eine mit Naschereien gefüllte Zuckertüte zu überreichen. Neben zahlreichen Fotografien und biografischen Anekdoten werden historische Schulutensilien wie Griffelkasten, Schiefertafel, Zeugnismappen, Fibeln und Schultüten aus den letzten hundert Jahren präsentiert. Die Erinnerungsstücke spiegeln auch die Bedeutung der Einschulung wider und veranschaulichen den Wandel bei der Ausstattung der Schüler in Kleidung, Schultaschen und Schultüten.

Im Museumscafé gab es selbstgebackenen Kuchen und Kichererbsenkaffee, wie er einst in Reckahn als Kaffeeersatz erfunden wurde. „Der Denkmaltag lockte auch Besucher an, die vorher noch nie in Reckahn waren“, freut sich die Museumsleiterin.

Foto zur Meldung: Denkmaltag mit Sonderführung, Konzert und Kichererbsenkaffee
Foto: Denkmaltag mit Sonderführung, Konzert und Kichererbsenkaffee

Oldtimer "durchwandern" Kloster Lehnin

(29.08.2019)

Die zweitägige 4. ADAC Landpartie mit 100 Oldtimer-Fahrzeugen führt Samstag, 31. August, auch durch Kloster Lehnin. Von 9.30 Uhr bis 12 Uhr ist ein Stopp im Schulmuseum Reckahn vorgesehen, bevor es dann weiter nach Brandenburg an der Havel zur ADAC-Geschäftsstelle in der Steinstraße und ins Industriemuseum Brandenburg an der Havel geht.

Start an dem Tag ist um 8.15 Uhr in der Russischen Kolonie Alexandrowka in Potsdam. Besucher sind zu allen Stopps willkommen. Eine Fachjury bewertet jedes teilnehmende Fahrzeug nach Zustand, Originalität, Schönheit und Geschichte.

Foto zur Meldung: Oldtimer "durchwandern" Kloster Lehnin
Foto: Oldtimer "durchwandern" Kloster Lehnin

Zuckertüten-Ausstellung auf Schloß Reckahn

(23.08.2019)

Sonntag, 25. August, wird um 15 Uhr im Schloss Reckahn (Reckahner Dorfstraße 27) die Sonderausstellung „ABC-Schützen und Zuckertüten - Rund um den 1. Schultag“ eröffnet. 

Die Ausstellung des Archivs historische Alltagsfotografie in Kooperation mit dem Schulmuseum Reckahn erzählt, wie Kinder ihren ersten Schultag erlebten. Im 19. Jahrhundert entstand der Brauch, den ABC-Schützen eine mit Naschereien gefüllte Zuckertüte zu überreichen.

Neben zahlreichen Fotografien und biografischen Anekdoten werden historische Schulutensilien wie Griffelkasten, Schiefertafel, Zeugnismappen, Fibeln und Schultüten aus den letzten hundert Jahren präsentiert. Die Erinnerungsstücke spiegeln auch die Bedeutung der Einschulung wider und veranschaulichen den Wandel bei der Ausstattung der Schüler in Kleidung, Schultaschen und Schultüten.

Die Sonderschau läuft bis zum 27. Oktober 2019. Öffnungszeiten: Di-Fr 9 bis 16 Uhr, Sa und So 10 bis 17 Uhr.

Foto zur Meldung: Zuckertüten-Ausstellung auf Schloß Reckahn
Foto: Zuckertüten-Ausstellung auf Schloß Reckahn

Kloster Lehnin will TAZV "Freies Havelbruch" in WAV "Hoher Fläming" überführen

(15.08.2019)

Die Gemeinde Kloster Lehnin erwägt zusammen mit Golzow die Überführung des TAZV "Freies Havelbruch" (TAZV) in den WAV "Hoher Fläming" (WAV). Käme es dazu, wäre das eine historische Entscheidung. Die Gemeinde Planebruch (Ortsteil Oberjünne) möchte diesen Weg möglicherweise nicht mitgehen.

Der TAZV versorgt derzeit drei Gemeinden, darunter die Ortsteile Reckahn und Krahne, mit Trinkwasser. Außerdem entsorgt der Verband das Schmutzwasser für ca. 2500 Haushalte. Trotz erheblicher Förderungen in Mio.-Höhe ist der Verband in Zukunft wirtschaftlich nicht tragfähig.

Um eine Gebührenstabilität in den nächsten Jahren zu erhalten, bliebe nur die Fusion mit einem anderen Verband. Der Wechsel zum benachbarten WAV ist eine Möglichkeit, die auch durch ein externes Gutachten gestützt ist. Der Vorteil beim WAV liegt vor allem daran, dass dieser Verband bereits seit Jahren die Wartung und Reparaturen der technischen Anlagen des TAZV vornimmt und somit kennt.

Durch den Übergang zum WAV würde auch die Gemeindeverwaltung erheblich entlastet. Zudem könnte die Fusion durch das Land mit ca. 800.000 € unterstützt werden.

Die Kloster Lehniner Gemeindevertretung folgte dem Bürgermeister Uwe Brückner, der nun die weiteren Verhandlungen mit unterschiedlichen Optionen führen kann. Die Ortsbeiräte seien bei der Entscheidungsfindung eng mit eingebunden, betont Brückner.

Ein barocker Ort blüht auf

(21.06.2019)

Im Reckahner Ortsbeirat arbeitet Klaus Perle seit DDR-Zeiten mit, seit 2014 ist er auch Ortsvorsteher und wurde jetzt wiedergewählt. Er sei noch einmal zur Wahl angetreten, um die begonnenen Maßnahmen beenden zu können, erzählt der 66-Jährige. Ihm zur Seite stehen im Ortsbeirat Marcus Ecker und Andreas Hummel.
Perle setzt auf eine gutes Miteinander im Ort und auf die enge Vernetzung mit und zwischen den Vereinen. 
In Perles Amtszeit wurde mit der 3,2 Mio. Euro teuren Restaurierung und dem Umbau des ehemaligen Herrenhauses begonnen. Im II. Halbjahr soll das neue Jugend-, Gemeinde- und Kongresszentrum eingeweiht werden. Bereits fertig ist der Neubau der Göttiner Straße mit Regenentwässerung sowie des Radweges zwischen Reckahn und Krahne. Ebenfalls neu angelegt wurde eine Urnengrabstelle, die von vielen im Ort gewünscht wurde.
Für die neue Amtsperiode wünscht sich Klaus Perle eine Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses, das modernen Ansprüchen nicht mehr genüge. Zudem brauche die voriges Jahr gegründete Jugendfeuerwehr Platz im Gebäude, betont der Ortschef. Ebenfalls erneuert werden soll der Gemeindespielplatz, auf dem sich nur noch zwei Spielgeräte befinden. Zusammen mit einer ortsansässigen Firma wollen die Reckahner einen Spielturm wieder aufarbeiten. Ebenfalls erneuert werden müsse dringend der Gehweg von der Planebrücke bis zum Friseur. Der jetzige Weg sei für gehbehinderte Bürger schwer begehbar, beklagt Perle.
Für die gute Zusammenarbeit mit dem Baubetriebshof möchte sich der Ortsvorsteher an dieser Stelle bedanken.
 

Foto zur Meldung: Ein barocker Ort blüht auf
Foto: Ein barocker Ort blüht auf


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