Wandern

Emstal

Kirche

Backofen

Einwohner: 334 (Stand: 01. Jan. 2017)

 

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Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1193 unter dem Namen Zwine, ab 1580 bis 1936 hieß der Ort Schwina und seit 1937 Emstal. Abgeleitet wurde der ursprüngliche Ortsname vom wendischen Swinje, was "Schwein" bedeutet. Als sich die Wenden dort niederliessen, bemerkten sie, dass sich in dem Feuchtgebiet regelmäßig Wildschweine einfanden und gaben dem Ort seinen Namen.

 

Emstal liegt 3 km südöstlich von Lehnin entfernt im Tal des Flüßchens Emster. Es ist ein typisches Straßendorf. Die meisten Bauernhöfe mit ihren eingeschossigen Wohnhäusern an der angerartig breiten Dorfstraße stammen aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert. So auch die ehemalige Fachwerkkirche, die 1889 massiv mit Backsteinen umgebaut wurde.

Bis 1542 gehörte die damalige Siedlung "Zwina" zum Kloster Lehnin. Die Bewohner Emstals verdienten sich ihren Lebensunterhalt in der Torfgewinnung, die seit 1858 betrieben wurde, als Schiffer durch die Wasserstraßen-Verbindung Emster Kanal - Brandenburg und als Landwirte. Ein Mühlenstein erinnert an die ehemalige Mühle.

 

Daneben befinden sich die 120jährigen Lehmbacköfen, die zu festlichen Gelegenheiten auf dem neugestalteten Backofenplatz benutzt werden. Sie sind die Überreste von einst 20 Backöfen im Dorf. Das Backofenmuseum in unmittelbarer Nähe des Backofenplatzes bietet Einblicke in die traditionsreiche Vergangenheit des "Emstaler Kugelbrotes". Immer am Samstag nach Pfingsten wird dem Backen ein Fest gewidmet. Mehrmals im Jahr finden "Schaubacken" statt, Feinschmecker können dann warme Brote frisch aus den Lehmbacköfen genießen.

 

Traditionelle Feste:

 

  • Osterfeuer (Gründonnerstag)
  • Herbstfeuer
  • Kinder- und Familienfest unter verschiedenen Mottos
  • Backofenfest (Samstag nach Pfingsten)

 

Anfahrt:

Den Ortsteil Emstal erreichen Sie mit dem Auto über die Autobahn BAB 2 Berlin - Hannover Abfahrt Lehnin oder Abfahrt Netzen/Nahmitz sowie über die Autobahn BAB 10 Berliner Ring Abfahrt Klaistow/Glindow.

 

Es besteht folgende öffentliche Verkehrsverbindung:

 

 

Badestrand mit Steg


Aktuelle Meldungen

Nachbarschaftshilfe wird in Emstal aktiv gelebt

(26.06.2019)

Dirk Baatzsch ist zum dritten Mal in Folge als Ortsvorsteher von Emstal gewählt worden. "Ich mache weiter, weil ich für Emstal etwas erreichen will, weil es Spaß macht und viele Bürger bei unseren Projekten mitziehen", sagt der gelernte Tischler. Neben dem vor kurzem stattgefundenen Backofenfest Emstal sind im Ortsteil das Kinderfest und die Feier zum 90. Jubiläum der Feuerwehr am 10.8. geplant. Baatzsch lenkt künftig mit Berthold Satzky (Vize) und Uta Ewert die Geschicke im Ort. Zurzeit ärgert die Emstaler die Raserei durch den Ort. Viele wünschen sich Tempo 30 und einen stationären Blitzer - der Ortsbeirat will dazu demnächst Befragungen bei den Anwohner durchführen. Durch die engen Straßen zerfahren aufeinandertreffende LKW die Grünanlagen und Bürgersteige. Die Bushaltestelle soll zugunsten der Kinder, die dort ein- und aussteigen, um ca. 150 Meter Richtung Gaststätte verlagert werden und damit ein sicheres Ein- und Aussteigen ermöglichen. Das Dach des Gemeindehauses, durch das es durchregnet, soll saniert werden. Ebenso geprüft wird gerade das Aufstellen einer öffentlichen Toilette am Badestrand, damit sich niemand mehr in den Büschen erleichtern muss. Eine von den Emstalern selbst finanzierte Nestschaukel soll im August eingeweiht werden. Die Emstaler stellen sie selbst auf, Dirk Baatzsch musste bei der Ortsbeiratssitzung nicht lange bitten um eine Handvoll Freiwilliger dafür zu finden. Nachbarschaftshilfe wird in Emstal noch gelebt. Auch wenn es kein Emstaler in die Gemeindevertretung geschafft hat, möchte der Ortsbeirat dort immer vertreten sein um auf Dinge, die Emstal betreffen, schnell reagieren zu können, kündigt Berthold Satzky an.

Foto zur Meldung: Nachbarschaftshilfe wird in Emstal aktiv gelebt
Foto: Nachbarschaftshilfe wird in Emstal aktiv gelebt