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Besuch unserer Partnergemeinde Rydzyna

12. bis 14. Juni 2026 - Gemeinde Kloster Lehnin zu Gast in Rydzyna (Polen)

 

Als im Februar 2025 die offizielle Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet wurde, war es mehr als ein diplomatischer Akt: Es war die förmliche Bestätigung einer Freundschaft, die bereits seit einem Vierteljahrhundert gelebt wird. Nun, gut ein Jahr später, war es Zeit für den ersten großen Gegenbesuch. Vom 12. bis 14. Juni 2026 reiste eine zehnköpfige Delegation aus Kloster Lehnin in die polnische Stadt- und Landgemeinde Rydzyna, die in der Woiwodschaft Großpolen rund 20 Kilometer südlich von Leszno liegt und sich zu Recht die "Perle des polnischen Barocks" nennt.


Ihre Reise führte sie durch drei intensive, unvergessliche Tage mit kulturellen Begegnungen, fachlichem Austausch, sportlichem Wettkampf und jener herzlichen Gastfreundschaft, für die die polnischen Gastgeber bekannt sind.

 

Der erste Tag begann mit einem feierlichen Empfang auf dem historischen Marktplatz von Rydzyna. Bürgermeister Malcherek hieß die Gäste willkommen und lud die Delegation in den Kultursaal ein. Eine Präsentation gab einen umfassenden Rundumblick über Geschichte, Gegenwart und das Leben in der Partnergemeinde und zeigte ein lebendiges Bild, das Rydzyna aus einer ganz neuen Perspektive zeigte. Beim anschließenden Mittagessen im Schloss Rydzyna, dem barocken Wahrzeichen, lernte man sich in entspannter Atmosphäre besser kennen.


Der Nachmittag gehörte den Feuerwehren. Nach einem Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Dąbcze folgte ein beeindruckender Besuch bei der Staatlichen Berufsfeuerwehr in Leszno. Die Gastgeber öffneten bereitwillig alle Türen: Schulungszentrum, Fahrzeughalle und die Leitstelle, die ein Einsatzgebiet von rund 800 Quadratkilometern koordiniert, durften ausgiebig erkundet werden. An den Rutschstangen durften die Kameraden sogar selbst Hand anlegen – zur Freude aller Beteiligten. 


Den Abschluss des ersten Tages bildete ein Erlebnis, das für die meisten Delegierten neu war: ein Speedway-Rennen der polnischen Ekstraliga. Im Alfred-Smoczyk-Stadion in Leszno traf Fogo Unia Leszno auf Pres Grupa Deweloperska Toruń. Die Begeisterung auf den Rängen ließ keinen Zweifel daran, welche Bedeutung dieser Sport in der Region hat. Fahrer im Alter von 16 bis 46 Jahren rasten auf ihren Maschinen über die Ovalstrecke, angefeuert von einem lautstarken Publikum. Gemeinsam mit den Kameraden aus Dąbcze fieberte die Lehniner Delegation mit und durfte sich am Ende über einen Heimsieg von Unia Leszno freuen.


Der Tag endete beim Picknick an der Feuerwache in Dąbczemit regionalen Spezialitäten, Musik, Tanz und langen Gesprächen.

 

Der Samstag begann mit einer Führung durch das Schloss Rydzyna, die die bewegte Geschichte des Gebäudes lebendig machte. Nach einem Brand im Jahr 1945 wurde es anhand historischer Fotos und Pläne akribisch rekonstruiert und zählt heute zu den rund acht Bauwerken Polens, die den Titel "Pomnik Historii" (Nationales Geschichtsdenkmal) tragen. 


Eine anschließende Rundfahrt führte zu drei weiteren Ortswehren der Freiwilligen Feuerwehr in der Gemeinde. In Jabłonna stand dabei ein besonderes Fahrzeug im Mittelpunkt: Ein Feuerwehrfahrzeug, das Kloster Lehnin einst als Geschenk überlassen hatte, steht dort noch heute im Einsatz. Bei jeder Station überreichte Gemeindewehrführer Thomas Preuschoff im Namen der deutschen Kameraden feierlich lokale Gastgeschenke aus der Heimat. Eine Geste, die überall mit großer Herzlichkeit empfangen wurde.


Der Nachmittag war dem Feuerwehrwettkampf gewidmet, zu dem die Lehniner Kameraden als Gäste eingeladen waren. Was die Gastgeber im Vorfeld als "halb im Scherz, halb im Ernst" angekündigt hatten, entpuppte sich als durchdachtes und mitreißendes Programm. Neben dem klassischen Löschangriff und einem Staffellauf mit verschiedenen Stationen stand auch ein Gaudi-Wettbewerb auf dem Programm, an dem beide Bürgermeister persönlich teilnahmen. Die Kloster Lehniner Kameraden, ohne jede Vorbereitung angetreten, meisterten die Wettbewerbe mit bemerkenswertem Einsatz. Bei der Siegerehrung überreichte Bürgermeister Uwe Brückner die Medaillen an die Gewinner.


Den unvergesslichsten Moment des Tages lieferte jedoch das Finale: Kaum war die Siegerehrung beendet, hoben die Kameraden der polnischen Freiwilligen Feuerwehr ihren eigenen Bürgermeister kurzerhand in das Wasserbecken. Die Szene löste große Heiterkeit aus und zeigte vielleicht am deutlichsten, was diese Partnerschaft im Kern ausmacht: echte Verbundenheit, die sich in gemeinsamen Erlebnissen entfaltet.


Den Abend beschloss eine Integrations- und Tanzparty im Dorfgemeinschaftshaus Moraczewo. DJ Adamus sorgte für die musikalische Untermalung, die polnischen Gastgeber einmal mehr für ein ausgezeichnetes Buffet. Was als offizieller Abendtermin begann, entwickelte sich schnell zu einem lebhaften Miteinander, ein würdiger Ausklang eines ereignisreichen Tages.

 

Der Sonntag bot der Delegation noch Zeit für einen Spaziergang durch Rydzynas barocke Altstadt und eine Kostprobe des Softeises in der örtlichen Eisdiele. Am nahegelegenen Stausee, an dem ein Angelwettbewerb stattfand, war der passende Abschluss des Besuchsprogramms. Die Verabschiedung folgte herzlich und mit dem gegenseitigen Versprechen, die Verbindung weiter zu pflegen und den nächsten Besuch bald zu planen.

 

Besonderer Dank gilt Bürgermeister Kornel Malcherek, dem Stadtratsvorsitzenden Roman Skiba und allen Gastgebern in Rydzyna für ihre außergewöhnliche Gastfreundschaft und Organisation. Ebenso ein herzlicher Dank an alle Mitreisenden aus Kloster Lehnin, die diese Reise durch ihr Engagement zu einem vollen Erfolg gemacht haben.

 

Do zobaczenia – auf Wiedersehen in Rydzyna!
 

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Besuch der Partnergemeinde Rydzyna 2026 (MO, 15. Juni 2026)

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Veröffentlichung

Kloster Lehnin
Mo, 15. Juni 2026

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