Einwohnerversammlung - Nahwärmeprojekt nimmt konkrete Formen an
Rund um die geplante Nahwärmeversorgung in Damsdorf informierten die Gemeindewerke Kloster Lehnin gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung im Rahmen einer Einwohnerversammlung am 03. Juli 2026 über den aktuellen Stand der Planungen. Im Mittelpunkt standen die Chancen einer regionalen, nachhaltigen Wärmeversorgung sowie die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der weiteren Projektentwicklung.
Bürgermeister Uwe Brückner, Vertreter der Gemeindewerke sowie Fachverantwortliche erläuterten den aktuellen Planungsstand und beantworteten zahlreiche Fragen der Anwesenden. Ziel des Projekts ist es, eine wirtschaftlich tragfähige Nahwärmeversorgung auf Basis regional verfügbarer erneuerbarer Energien aufzubauen. Dabei sollen insbesondere die Abwärme einer bestehenden Biogasanlage sowie einer geplanten weiteren Anlage im Gewerbepark genutzt werden.
Die Gemeindewerke betonten, dass eine Umsetzung ausschließlich dann erfolgt, wenn die Machbarkeit sowie die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens nachgewiesen werden können. Eine entsprechende Machbarkeitsstudie wurde bereits beauftragt. Die Ergebnisse sollen nach Auswertung der derzeit laufenden Bedarfsabfrage in einer weiteren Einwohnerversammlung vorgestellt werden.
Im ersten Schritt konzentrieren sich die Planungen auf die Damsdorfer Hauptstraße, die Trechwitzer Straße, die Göhlsdorfer Straße, die Mühlenstraße sowie öffentliche Einrichtungen wie Kita und Schule. Gleichzeitig wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass auch Interessensbekundungen aus weiteren Straßen und Ortsteilen willkommen sind und bei einer möglichen späteren Netzerweiterung berücksichtigt werden können.
Ein zentrales Anliegen der Veranstalter war die Klarstellung, dass die Teilnahme an der aktuellen Bedarfsabfrage unverbindlich ist. Weder entsteht durch das Ausfüllen des Erhebungsbogens eine Verpflichtung zum späteren Anschluss, noch besteht eine gesetzliche Anschluss- oder Benutzungspflicht. Vielmehr dienen die Rückmeldungen als Grundlage für die technische und wirtschaftliche Planung des Projekts.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem die derzeit bestehenden Fördermöglichkeiten für einen Heizungswechsel und einen Nahwärmeanschluss erläutert. Je nach individueller Situation können erhebliche Fördermittel in Anspruch genommen werden. Die Gemeindewerke kündigten an, interessierte Eigentümer bei der Prüfung ihrer Fördermöglichkeiten und der Antragstellung beratend zu unterstützen.
In der anschließenden Diskussionsrunde wurden zahlreiche Fragen zur Versorgungssicherheit, Preisgestaltung, technischen Umsetzung sowie zu möglichen Alternativen ausführlich beantwortet. Dabei wurde deutlich, dass die Wirtschaftlichkeit des Projekts maßgeblich von einer ausreichenden Zahl interessierter Anschlussnehmer abhängt.
Die Erhebungsbögen können noch bis zum 12. Juli 2026, gegebenenfalls auch darüber hinaus, bei den Gemeindewerken eingereicht werden. Auch Rückmeldungen ohne Interesse am Anschluss sind ausdrücklich erwünscht, da sie eine realistische Planung erleichtern.
Mit dem geplanten Nahwärmenetz verfolgt die Gemeinde Kloster Lehnin das Ziel, langfristig eine sichere, bezahlbare und regional erzeugte Wärmeversorgung aufzubauen. Gleichzeitig soll die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und internationalen Energiemärkten reduziert sowie die Wertschöpfung in der Region gestärkt werden.
Die nächste Einwohnerversammlung ist nach Abschluss der Machbarkeitsstudie vorgesehen. Dann sollen konkrete Aussagen zu Investitionskosten, Wärmepreisen, Anschlussquoten und einem möglichen Zeitplan für die Umsetzung vorgestellt werden.
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