Kloster Lehnin zeigt Flagge gegen Atomwaffen
Am heutigen 6. August 2026 wurde vor dem Rathaus in Lehnin erneut die Flagge der internationalen Initiative „Mayors for Peace“ gehisst.
Vor 81 Jahren, am 6. August 1945, wurde die japanische Stadt Hiroshima durch eine Atombombe zerstört. Drei Tage später, am 9. August 1945, traf eine zweite Atombombe Nagasaki. Zehntausende Menschen starben unmittelbar. Viele weitere erlagen später ihren Verletzungen und den Folgen der radioaktiven Strahlung. Die beiden Tage stehen bis heute für das unermessliche Leid, das der Einsatz von Atomwaffen über Menschen, Städte und nachfolgende Generationen bringt.
Die Flagge vor dem Rathaus soll dazu beitragen, dass die Erinnerung an Hiroshima und Nagasaki nicht verblasst. Sie mahnt zugleich eindringlich, die gegenwärtigen internationalen Spannungen nicht mit einer neuen nuklearen Aufrüstung zu beantworten.
Atomwaffen schaffen keine dauerhafte Sicherheit. Ihre Existenz birgt vielmehr die Gefahr, dass politische Fehleinschätzungen, technische Fehler oder militärische Eskalationen Folgen auslösen, die sich weder räumlich noch zeitlich begrenzen lassen. Der Internationale Gerichtshof stellte bereits fest, dass die Zerstörungskraft von Atomwaffen ganze Zivilisationen und das Ökosystem des Planeten gefährden kann.
UN-Generalsekretär António Guterres brachte es unmissverständlich auf den Punkt:
„Der einzige Weg, das nukleare Risiko zu beseitigen, besteht darin, die Atomwaffen zu beseitigen.“
– António Guterres, Botschaft zur Gedenkfeier in Hiroshima, 6. August 2023
Auch Papst Franziskus warnte 2019 in Hiroshima:
„Wie können wir von Frieden sprechen, während wir zugleich furchterregende neue Kriegswaffen bauen?“
– Papst Franziskus, Friedensbotschaft in Hiroshima, 24. November 2019
Mit der Flagge erinnert die Gemeinde Kloster Lehnin an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki. Zugleich verbindet sie damit den Appell, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen: Konflikte müssen durch Diplomatie, Dialog und gegenseitiges Vertrauen gelöst werden – nicht durch die Androhung gegenseitiger Vernichtung.
Die Erinnerung an Hiroshima und Nagasaki ist keine Erinnerung an eine längst vergangene Zeit. Sie ist eine Mahnung an unsere Gegenwart.
Nie wieder Hiroshima. Nie wieder Nagasaki.
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