Badestelle am Emstaler SchlauchBannerbildGrüne Weiden - Glückliche TiereEhemaliges Zisterzienserkloster in Lehnin

Kirche Göhlsdorf

Grabstein des Herrn Oberstleutnant Ernst Friedrich von Seydlitz (1722-1789)
Die Göhlsdorfer Kirche befindet sich am östlichen Ende des Dorfplatzes auf einem kleinen Hügel. Das ursprüngliche Entstehungsdatum der Kirche zu Göhlsdorf ist leider unbekannt. Jedoch wissen wir, dass Herr Wichard von Rochow um 1420 Göhlsdorf an das Kloster in Lehnin verkaufte. Das Patronatsrecht der Kirche (Recht zur Besetzung der Pfarrstelle) besaß zu dieser Zeit das Kloster Ziesar. Etwa 10 Jahre später schenkten Sie es dem Kloster Lehnin. 1856 wurde die Kirche als Backsteinbau, unter Wiederverwendung des mittelalterlichen Westturms und Feldsteinmaterials der Vorgängerkirche, in ihrer heutigen Form errichtet. Bei der Reparatur des Kirchturms fand man damals insgesamt acht kleine Geldstücke, sieben aus der Zeit von Friedrich Wilhelm I. und eine aus dem Jahr 1670. Das enthaltene Schriftstück konnte leider nicht identifiziert werden. Der zu dieser Zeit tätige Pfarrer Alexander Brückner, gab noch acht Münzen aus der damaligen Regierungszeit und ein Schriftstück über das Dorfleben hinzu. An der Südseite der Kirche kann man zwei alte Grabsteine finden. Einer von beiden gehört dem damaligen Oberstleutnant Ernst Friedrich von Seydlitz (1722-1789), der 42 Jahre lang dem preußischen Königshaus diente. Der Westturm der heutigen Göhlsdorfer Kirche besteht aus behauenen Feldsteinen und ist im oberen Teil mit dunklen Schieferplatten gedeckt. Das Portal und die Fenster wurden aus Backstein gefertigt. Wenn man sich die Kirche genauer ansieht erkennt man, dass sie mehrere Farben hat. Der untere Teil besteht aus behauenen Feldsteinen, der obere aus roten Backsteinen, die Einfriedung ist grünlich. Die insgesamt neun hochgezogenen Rundbogenfenster erhellen den Kirchensaal. Die Göhlsdorfer Kirche ist ein schönes Beispiel der neuromanischen Bauweise. 1867 errichtet Orgelmeister Wilhelm Baer, die sich in der Göhlsdorfer Kirche befindliche Orgel. 2005 wurde der Kircheninnenraum durch Spendengelder aufwendig restauriert. Die alte neugotische Ausmalung erstrahlt nun im neuen Glanz. Die Holzdecke ziert die bauzeitliche ursprüngliche Farbe mit roten Eichenlaubkanten.
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