Gemeindevertreter informieren sich auf dem Truppenübungsplatz Lehnin
Im Rahmen der seit 2024 bestehenden Patenschaft zwischen dem Truppenübungsplatz Lehnin und der Gemeinde Kloster Lehnin besuchten am 07.08.2025 Gemeindevertreter*innen, Ortsvorsteher, die Verwaltung sowie Bürgermeister Uwe Brückner das rund 120 km² große Militärgelände. Eingeladen hatte Major Christian Matera, Standortältester Brück-Lehnin und Kommandant des Truppenübungsplatzes.
Nach der Begrüßung im Schulungsraum erhielten die Gäste eine fachkundige Einführung in Geschichte, Struktur und Aufgaben des seit 1956 betriebenen Übungsplatzes. Ursprünglich militärisch geprägt, dient das Gelände heute auch der Aus- und Fortbildung ziviler Einheiten wie Polizei, THW, DRK, DLRG sowie Katastrophen- und Zivilschutzorganisationen. Bei einem Rundgang wurden ein Schießplatz – ein mehrere Km² großes Übungsfeld für bewegliche Szenarien – sowie die moderne Ortskampfanlage vorgestellt, die mit Gebäuden, Straßenzügen, Unterführungen und Fahrzeug-Attrappen urbane Operationsräume realistisch simuliert.
Eine besondere Bedeutung hat der Standort für die regionale Gefahrenabwehr. Eine 51 Kräfte starke Platzfeuerwehr sichert rund um die Uhr den vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz. Angesichts hoher Waldbrandwarnstufen sind Waldumbau-Projekte und das Anlegen großflächiger Feuerschneisen an der Tagesordnung. Partner wie „@fire“ unterstützen durch innovative Verfahren zur Wasserreduktion beim Löscheinsatz.
National leistet der Übungsplatz einen unverzichtbaren Beitrag zur Landes- und Bündnisverteidigung. Das Gelände verfügt über mehrere Schießbahnen, Sprengplätze, Handgranaten-Ausbildungsanlage sowie urban-taktische Trainingsbereiche und ist für Übungen von militärischen Einheiten ausgelegt. Ein gesperrter Luftraum dient dem Schutz sensibler Abläufe.
Noch aus DDR-Zeiten stammende Altlasten wie z. B. Munitionsreste werden im Rahmen fortlaufender Sanierungsmaßnahmen beseitigt.
Major Matera unterstrich den Anspruch, die Belastungen für die umliegenden Orte so gering wie möglich zu halten. Lärmschutz, softwaregestützte Prognosen, die Anpassung von Übungszeiten und standortnahen Bereichen sowie Aufforstungen in Randzonen tragen dazu bei, gesetzliche Vorgaben nicht nur einzuhalten, sondern vielfach zu unterschreiten. Gleichwohl lasse sich militärischer Übungsbetrieb nicht vollständig ohne Geräuschentwicklung realisieren.
Mit über 200 Beschäftigten ist der Truppenübungsplatz zugleich ein wirtschaftlicher Faktor für die Region.
Die Gemeinde Kloster Lehnin dankt für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und sieht den Besuch als wichtiges Zeichen einer gelebten Partnerschaft, bei der Information, Dialog und Verantwortung im Mittelpunkt stehen – zum Schutz der Bevölkerung im Alltag wie im nationalen Verteidigungsfall.
Fotoserien
Besuch auf dem Truppenübungsplatz Lehnin 2025 (MI, 20. August 2025)








































Weitere Informationen
Veröffentlichung
Bild zur Meldung
Mehr über
Weitere Meldungen

Kloster Lehnin zeigt Flagge gegen Atomwaffen
Do, 06. August 2026

Gemeindevertretung erteilte Prüfauftrag zur Schulbezirkssatzung
Mo, 03. August 2026




