Die Cargo Logistics Germany GmbH entscheidet sich für Damsdorf
Das Gewerbegebiet Damsdorf auf dem Gelände der früheren Bundeswehrkaserne entwickelt sich weiterhin mit großer Dynamik. In der letzten Woche, in der die melocare GmbH mit der Unterzeichnung eines langfristigen Mietvertrages ihre Ansiedlung besiegelte, folgte bereits das nächste Unternehmen. Die Rail Cargo Logistics Germany GmbH, ein Tochterunternehmen des österreichischen Mutterkonzerns, wird ihren vierten deutschen Standort in Damsdorf eröffnen, obwohl keine direkte Gleisanbindung vorhanden ist.
Bisher ist Rail Cargo in Groß Kreutz vertreten. Der dortige Standortleiter Sven Schimmelpfennig freut sich, dass die Verlagerung nach Damsdorf in großzügige Räume umgesetzt wird. Die Geschäftsführer Cenk Seringölge und Jan Zeese unterzeichneten bei der Entwicklungs-, Verwaltungs- und Grundstücks GmbH (EVG) den Mietvertrag. Für den Geschäftsführer der EVG, Thomas Redlich, stellt dieser Vertragsabschluss einen wichtigen Meilenstein dar. Das Unternehmen wird seinen Sitz im ehemaligen Wachgebäude einrichten, in dem sich auch die Büros der EVG befinden.
Das Gebäude soll vollständig saniert und um zwei zusätzliche Etagen erweitert werden. Die EVG bleibt weiterhin im Erdgeschoss, während Rail Cargo in das erste Obergeschoss zieht. Dort entsteht eine Bürofläche von rund 400 Quadratmetern. Diese Fläche wird auch benötigt, da am neuen Standort bis zu 20 Mitarbeiter beschäftigt werden sollen. Derzeit umfasst das Team elf Angestellte, die auf die Organisation des Schienengüterverkehrs spezialisiert sind.
Für das Unternehmen hat der Standort Damsdorf eine strategische Bedeutung. Es ist vorgesehen, diesen Standort dauerhaft zu betreiben und ihn als zentrale Basis für den Großraum Berlin auszubauen. Neben den bestehenden Niederlassungen in Hamburg, Köln und Frankfurt am Main entsteht damit ein weiterer wichtiger Standort in Deutschland. Von hier aus sollen Zugverbindungen in ganz Europa organisiert und abgerechnet werden. Für den Umbau und die Erweiterung sind Investitionen in Höhe von rund zwei Millionen Euro eingeplant. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Ostern 2026 vorgesehen, die Fertigstellung bis Weihnachten desselben Jahres.
Mit den Planungen wurde das Berliner Architekturbüro Fischer + Werner Architekten beauftragt. Architekt Thomas Franke präsentierte bereits vor Vertragsabschluss die ersten Entwürfe. Die Aufstockung soll in Holzständer-Rahmenbauweise erfolgen. Diese Bauweise ermöglicht es, vorgefertigte Elemente auf der Baustelle schnell zu montieren und dadurch die Bauzeit im Vergleich zu herkömmlichen Methoden deutlich zu verkürzen. Für das geplante zweite Obergeschoss ist eine zusätzliche Bürofläche von etwa 330 Quadratmetern vorgesehen. Nach Angaben von Thomas Redlich gibt es dafür bereits Interessenten und erste Vorgespräche.
Entwürfe des Projektes entstanden nach einer Planungsvariante durch das ausführende Architektenbüro. Foto: Fischer + Werner Architekten Berlin
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Rail Cargo 2025 (MO, 29. September 2025)




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