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Kultur verbindet: Offener Ankertag in Reckahn begeistert Gäste

Mit einem bunten Abend voller Begegnung, Vorstellung und Vernetzung öffnete der Ankerpunkt Reckahn seine Türen für die Öffentlichkeit. Beim ersten offenen Ankertag präsentierten sich alle Projektbeteiligten und luden ein, die vielfältigen kulturellen, naturpädagogischen und gemeinschaftlichen Angebote der Region kennenzulernen.

 

Museumsleiterin Dr. Silke Siebrecht-Grabig begrüßte die zahlreichen Gäste herzlich. Bürgermeister Uwe Brückner betonte in seinem Grußwort die Bedeutung kultureller Teilhabe gerade im ländlichen Raum und signalisierte, dass das Format des Ankertags großes Potenzial habe – und durchaus auch auf andere Ortsteile übertragen werden könne. Durch den Abend führte Sarah Strümpfer-Fuchs als Projektleiterin des Ankerpunkts Reckahn.

 

Im Mittelpunkt des Abends stand die Vorstellung aller beteiligten Akteure – und die Vielfalt ließ sich sehen: Die Reckahner Museen präsentieren ihr Angebot rund um Kupferstichkunst und bieten in den Ferientagen Workshops für Kinder an. Der Feuerwehrverein Reckahn überraschte mit einer besonderen Note: Dorfkinder fertigten gemeinsam eine Collage, die nun im Feuerwehrgerätehaus hängt. Beim Spielplatzfest sorgte die Band Volksrocks für Stimmung.

 

Das Kunstgut Krahne bringt mit Ausstellungen, Workshops und bildender Kunst Kreativität ins Dorf und bespielt dabei auch die Dorfbühne. Vom NABU berichtete Bodo Rudolph, der im Geiste von Joachim Heinrich Campe und Friedrich Eberhardt von Rochow als Naturfreund und Naturschützer wirkt. Die Reckahner Teiche sind ein außergewöhnlicher Ort für Vogelbeobachtung. Selbst gebastelte Nistkästen können mit nach Hause genommen werden. Mit Ferienprojekten und Schulklassen werden Fragen gestellt wie: Wie soll unsere Natur in der Zukunft aussehen? – Bildung, Kultur und Natur, hier wachsen sie zusammen.

 

Ein besonderes Herzensanliegen des Abends waren die inklusiven Angebote: Anja Wurg erläuterte, wie Menschen mit Beeinträchtigung Zugang zu kulturellen und gesellschaftlichen Projekten erhalten, wie ihnen Raum gegeben wird, sich zu entfalten und gesellschaftliche Werte zu erleben. Teil der Gesellschaft zu sein – das sei eine große Freude, so Wurg.

 

Die Landfrauen Krahne-Reckahn sind stolz darauf, in der Ankerzeitung so präsent vertreten zu sein. Sie kümmern sich um Veranstaltungen „zwischen Klassik und Klamauk – für jeden was dabei", organisieren Familiennachmittage und Dorfkids-Angebote. Ein besonderes Highlight: Am 11. April gastiert Hobby-Liedermacherin Heike Mildner im Rittergut Krahne.

 

Der 1994 gegründete JUSTkultur e.V. nutzt eine ehemalige, entwidmete Kirche als Kulturraum. Mit Radtouren, die in Meßdunk enden und einer ökologisch sinnvollen Biotoilette wird das Angebot nachhaltig gedacht. Auch die Gemeindepädagogin der Kirchengemeinde hob hervor, wie gut Kirche und Kultur zusammenpassen: Hemmschwellen abbauen, unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, die Kirche als kulturelles Gut begreifen – „Kirche ist für alle da!"

 

Die Krahner Dorfbühne schließlich entstand einst aus einem Krippenspiel heraus und hat sich zur festen Größe entwickelt. Ihr Ziel: mehr Kultur ins Dorf bringen und selbst Kultur erschaffen. Mit Freude blicken die Akteure auf ein neues, spannendes Kulturjahr.

 

Der Kern des Ankerpunkt-Projekts ist die Vernetzung – und das wurde an diesem Abend spürbar. Aus einzelnen Projekten sind über die Zeit Kooperationen entstanden, in denen sich Partner gegenseitig unterstützen. Der Aufruf des Abends lautete: auch mal etwas Neues ausprobieren, Begegnung zulassen, Austausch pflegen.

 

Der Terminkalender für 2026 füllt sich bereits: Am 25. April steht ein Frühjahrsputz in Reckahn an, am 9. Mai heißt es „Kirche und Kultur erradeln". Geplant ist außerdem ein Wochenende rund um Rap im Park mit HipHop, Graffiti und Rap-Workshop. Kreativfreudige können sich in einer Gruppe zum gemeinsamen Tonbrennen und Papierschöpfen zusammenfinden.

 

Den Abschluss des Ankertags bildete nach Netzwerken und einem leckeren Buffet ein Konzert der Jugendband Gsus7 – ein stimmungsvoller Ausklang für einen Abend, der gezeigt hat: In Reckahn und Krahne wächst etwas Besonderes zusammen.

 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Reckahn
Sa, 21. Februar 2026

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