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65 Experten trafen sich zur Achten Konferenz zu Menschen- und Kinderrechten in pädagogischen Beziehungen in Reckahn

Reckahn, den 06.11.2018

Am 2. und 3. November 2018 fand die achte Expertenkonferenz zum Thema „Kinderrechte in Pädagogischen Beziehungen“ im Rochow-Museum Reckahn statt. Ziel der Zusammenkunft von 65 Expert*innen war es, anerkennende pädagogische Beziehungen in kinderrechtlicher Perspektive in der Forschungs- und Bildungslandschaft zu verankern und ethisch fundierte Orientierungen zu stärken. Die Arbeit mit den 2016 erstellten „Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen“ wurde dabei weiterentwickelt.
 
Veranstaltet wurde die diesjährige Konferenz von folgenden Institutionen: Rochow-Museum und Akademie, MenschenRechtsZentrum der Universität Potsdam, Arbeitsbereiche der Universität Kassel, Deutsches Institut für Menschenrechte/Berlin und Ursula Winklhofer DJI/ München. Finanzielle Unterstützung erfuhr die Konferenz durch die Robert Bosch Stiftung.
 
„Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen“
 
Die Reckahner Reflexionen beruhen auf einer fünfjährigen interdisziplinären und internationalen Auseinandersetzung mit dem Thema Ethik pädagogischer Beziehungen, an dem Fachleute aus Praxis, Leitung, Verwaltung, Wissenschaft, Bildungspolitik und Stiftungen beteiligt waren. Die Zusammenarbeit wurde ab 2011 in jährlichen Expertenkonferenzen des Arbeitskreises Menschenrechtsbildung in der Reckahner Einrichtung Rochow-Museum und Akademie für bildungsgeschichtliche und zeitdiagnostische Forschung e. V. an der Universität Potsdam realisiert (abgekürzt: Rochow Akademie). Aus diesem Expertenkreis sind zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema hervorgegangen. Eine internationale Konferenz „Kinderrechte in pädagogischen Beziehungen“ fand 2013 mit sehr großer Resonanz an der Universität Potsdam statt.

 

Der Tagungsort des Arbeitskreises Menschenrechtsbildung, das Dorf Reckahn unweit der Stadt Brandenburg / Havel, ist von herausragender Bedeutung für das kulturelle Gedächtnis. An diesem Ort tragen die Reckahner Museen auf der Basis einer 250-jährigen aufgeklärten Tradition zur Stärkung von Kinderrechten in pädagogischen Beziehungen bei.

 

Reckahn beherbergt ein historisches Ensemble, zu dem die original erhaltene, von Friedrich Eberhard von Rochow (1734–1805) und Christiane Louise von Rochow (1734–1808) erbaute und im Jahr 1773 eingeweihte erste philanthropische Musterschule gehört. In dieser Schule wurden alle Schülerinnen und Schüler des Dorfes im Geiste der Aufklärung unterrichtet. Der dort realisierte menschenfreundliche Unterricht wandte sich bereits vor fast 250 Jahren gegen die Prügelstrafe und gegen ständische, religiöse oder rassistische Diskriminierung. Kinder wurden vom Schulanfang an als vernunftbegabte Wesen respektiert.
 
Weitere Informationen zu den Reckahner Reflexionen unter www.paedagogische-beziehungen.eu und zu den Reckahner Museen unter www.reckahner-museen.de
 
 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: 65 Experten trafen sich zur Achten Konferenz zu Menschen- und Kinderrechten in pädagogischen Beziehungen in Reckahn