Wandern

Schloss und Rochow-Museum Reckahn

Vorschaubild

Reckahner Dorfstr. 27
14797 Kloster Lehnin OT Reckahn

Telefon (033835) 60 67 2
Telefax (033835) 60 67 3

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.reckahner-museen.de

Öffnungszeiten:
April bis Oktober
Di - Fr 9:00 - 16:00 Uhr
Sa u So 10:00 - 17:00 Uhr - Café 14:00 - 17:30 Uhr

November bis März
Di - Fr 9:00 - 16:00 Uhr
Sa - So 10:00 - 16:00 Uhr - Café 14:00 - 16:30 Uhr

Feiertage 10:00 - 17:00 Uhr und nach Vereinbarung

Winterschließzeit: 16. Dezember 2018 - 28. Februar 2019

Schließtage: Dienstag nach Ostern und Pfingsten

Blick in einen Ausstellungsraum

Das Schloss Reckahn (1729) beherbergt seit August 2001 das Rochow-Museum mit seiner Dauerausstellung „Vernunft fürs Volk". Die Exposition im Erdgeschoss mit seltenen Originalen, Ton- und Bildinszenierungen verbindet das Reformwerk F. E. von Rochows mit den Themen Aufklärung, Toleranz, Bildung und Ökonomie. Im Obergeschoss finden Sonderausstellungen, Konzerte, Veranstaltungen aber auch standesamtliche Trauungen statt. Die Räumlichkeiten können privat und geschäftlich gemietet werden.


Das Rochow-Museum ist ein „Kultureller Gedächtnisort mit besonderer nationaler Bedeutung". Zwanzig Institutionen in den Neuen Bundesländern gehören zu den Kulturellen Gedächtnisorten, die im „Blaubuch" der Bundesregierung verzeichnet sind.

 

Träger: Stiftung „Der Kinderfreund“ Victoria D. v. Rochow-Litscher
Mitfinanzierer: Universität Potsdam

 

Eintritt (Kombiticket)

 Preis p.P.
Erwachsene  5,00 €
Ermäßigt  3,50 €
Schüler  1,50 €


Aktuelle Meldungen

65 Experten trafen sich zur Achten Konferenz zu Menschen- und Kinderrechten in pädagogischen Beziehungen in Reckahn

(06.11.2018)

Am 2. und 3. November 2018 fand die achte Expertenkonferenz zum Thema „Kinderrechte in Pädagogischen Beziehungen“ im Rochow-Museum Reckahn statt. Ziel der Zusammenkunft von 65 Expert*innen war es, anerkennende pädagogische Beziehungen in kinderrechtlicher Perspektive in der Forschungs- und Bildungslandschaft zu verankern und ethisch fundierte Orientierungen zu stärken. Die Arbeit mit den 2016 erstellten „Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen“ wurde dabei weiterentwickelt.
 
Veranstaltet wurde die diesjährige Konferenz von folgenden Institutionen: Rochow-Museum und Akademie, MenschenRechtsZentrum der Universität Potsdam, Arbeitsbereiche der Universität Kassel, Deutsches Institut für Menschenrechte/Berlin und Ursula Winklhofer DJI/ München. Finanzielle Unterstützung erfuhr die Konferenz durch die Robert Bosch Stiftung.
 
„Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen“
 
Die Reckahner Reflexionen beruhen auf einer fünfjährigen interdisziplinären und internationalen Auseinandersetzung mit dem Thema Ethik pädagogischer Beziehungen, an dem Fachleute aus Praxis, Leitung, Verwaltung, Wissenschaft, Bildungspolitik und Stiftungen beteiligt waren. Die Zusammenarbeit wurde ab 2011 in jährlichen Expertenkonferenzen des Arbeitskreises Menschenrechtsbildung in der Reckahner Einrichtung Rochow-Museum und Akademie für bildungsgeschichtliche und zeitdiagnostische Forschung e. V. an der Universität Potsdam realisiert (abgekürzt: Rochow Akademie). Aus diesem Expertenkreis sind zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema hervorgegangen. Eine internationale Konferenz „Kinderrechte in pädagogischen Beziehungen“ fand 2013 mit sehr großer Resonanz an der Universität Potsdam statt.

 

Der Tagungsort des Arbeitskreises Menschenrechtsbildung, das Dorf Reckahn unweit der Stadt Brandenburg / Havel, ist von herausragender Bedeutung für das kulturelle Gedächtnis. An diesem Ort tragen die Reckahner Museen auf der Basis einer 250-jährigen aufgeklärten Tradition zur Stärkung von Kinderrechten in pädagogischen Beziehungen bei.

 

Reckahn beherbergt ein historisches Ensemble, zu dem die original erhaltene, von Friedrich Eberhard von Rochow (1734–1805) und Christiane Louise von Rochow (1734–1808) erbaute und im Jahr 1773 eingeweihte erste philanthropische Musterschule gehört. In dieser Schule wurden alle Schülerinnen und Schüler des Dorfes im Geiste der Aufklärung unterrichtet. Der dort realisierte menschenfreundliche Unterricht wandte sich bereits vor fast 250 Jahren gegen die Prügelstrafe und gegen ständische, religiöse oder rassistische Diskriminierung. Kinder wurden vom Schulanfang an als vernunftbegabte Wesen respektiert.
 
Weitere Informationen zu den Reckahner Reflexionen unter www.paedagogische-beziehungen.eu und zu den Reckahner Museen unter www.reckahner-museen.de
 
 

Foto zur Meldung: 65 Experten trafen sich zur Achten Konferenz zu Menschen- und Kinderrechten in pädagogischen Beziehungen in Reckahn
Foto: 65 Experten trafen sich zur Achten Konferenz zu Menschen- und Kinderrechten in pädagogischen Beziehungen in Reckahn

Trägerwechsel Rochow-Museum Reckahn

(29.03.2018)

Trägerwechsel Rochow-Museum Reckahn
 

Das Rochow-Museum Reckahn befindet sich ab 1. April 2018 in neuer Trägerschaft. Der Förderverein Historisches Reckahn e.V. übergibt die Betreibung des Museums im Schloss Reckahn an die Stiftung „Der Kinderfreund“ Victoria D. v. Rochow-Litscher.
 
Die Stiftung bürgerlichen Rechts wurde 2002 von Nachfahren der Adelsfamilie von Rochow gegründet. Sie soll den Erhalt, das Gedenken und die Zukunftsorientierung des Lebenswerks Friedrich Eberhard von Rochows (1734-1805) ermöglichen.
 
Der Förderverein Historisches Reckahn e.V. hat mit der Neugründung des Rochow-Museums im Jahr 2001 die Trägerschaft übernommen und damit maßgeblichen Anteil an der Erfolgsgeschichte des Museumsprojektes. Nach der Übergabe des Rochow-Museums an die Stiftung „Der Kinderfreund“ wird sich der Verein verstärkt der Förderung von Projekten im Schulmuseum und im Rochow-Museum widmen.
 
Weitere Informationen: Dr. Silke Siebrecht-Grabig, Leiterin der Reckahner Museen, Reckahner Museen, Tel.: (033835) 60672 und unter http://www.rochow-museum.de/foerderer-und-sponsoren/stiftung.html
 

BUMMI - Ausstellung lockte über 2.000 Besucher nach Reckahn

(13.12.2017)

Die Sonderausstellung „Die Kinderzeitschrift BUMMI zwischen Spielzeugland und sozialistischer Ideologie“ im Rochow-Museum Reckahn lockte über 2.000 Besucher an, davon fast 600 Kinder. Anlass für die Ausstellung war das 60jährige Gründungsjubiläum der Zeitschrift. 

 

Die Familienausstellung widmete sich erstmals BUMMI im Kontext seiner Zeit. Die Themen der Zeitschrift gehörten ebenso dazu wie ihre moderne Verbreitung und der Blick in die Gegenwart. Ermöglicht wurde eine kritische Sicht auf den DDR-Alltag und das Bildungssystem, ohne Engagement und künstlerische Vielfalt zu vergessen. Zu Wort kamen Menschen, die das Magazin hergestellt haben. Zu sehen waren Originalzeichnungen für BUMMI, Bastelbögen, Filme und Tondokumente – und natürlich viele Geschichten mit dem gelben Bären.

 

Das Begleitprogramm zur Ausstellung stieß auf großes Interesse. Neben den Sonderführungen durch die Ausstellung waren vor allem die Kurzfilmprogramme beliebt. 

 

Während der Ausstellung entstanden zahlreiche Zeichnungen und Bummi-Geschichten von Kindern. Diese wurden am letzten Ausstellungstag präsentiert und prämiert.

 

Das Begleitbuch zur Ausstellung mit 100 Seiten und zahlreichen großformatigen Bildern kann weiterhin für 15 €  im Rochow-Museum Reckahn erworben werden. 

 

Aufgrund der großen Resonanz ist eine Wanderausstellung geplant.


Zur Ausstellung
Vor 60 Jahren startete in der DDR die einzige Vorschulzeitschrift für Kinder. Ihr Titelheld BUMMI sollte die Drei- bis Sechsjährigen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleiten und ihnen die Heimat nahe bringen. Humanistische und sozialistische Bildung, kindgerechte Geschichten, politische Propaganda und ideologische Erziehungsziele der SED verschmolzen miteinander.

 

BUMMI erschien zwischen 1957 und 1964 monatlich, danach vierzehntägig im Verlag „Junge Welt“. Das Vorschulmagazin konnte abonniert werden, die meisten Exemplare gingen jedoch im freien Verkauf über den Ladentisch. Der Preis blieb von 1959 bis 1989 stabil: 25 Pfennige pro Heft. BUMMI erreichte eine Auflage von einer Dreiviertelmillion.

 

Um Kinder sozialistisch zu erziehen, setzte die Zeitschrift auf ein multimediales Konzept, das Mitmachaktionen einschloss. Darauf aufbauend entwickelte sich BUMMI in den 1960er Jahren zur Marke: Produkte warben mit dem Bären, Filme mit ihm kamen heraus. Sein Name zierte Kindergärten und Kaufhäuser. Noch heute gibt es BUMMI am Kiosk zu kaufen. 2011 war er wieder im Fernsehen zu sehen.


Veranstalter
Förderverein Rochow-Museum und Akademie für bildungsgeschichtliche und zeitdiagnostische Forschung e.V. an der Universität Potsdam

 

Idee und Konzeption
Jeanette Toussaint, Dr. Ralf Forster

 

Förderer
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg
Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung
Landkreis Potsdam-Mittelmark
Förderverein Historisches Reckahn e.V.

 

Kooperationspartner
Deutsches Rundfunkarchiv
Universität Potsdam
 

Foto zur Meldung: BUMMI - Ausstellung lockte über 2.000 Besucher nach Reckahn
Foto: BUMMI - Ausstellung lockte über 2.000 Besucher nach Reckahn

600 Besucher beim Nikolausfest im Schloss Reckahn

(11.12.2017)

Das gestrige Nikolausfest im Schloss Reckahn in Kooperation mit der Brandenburger Bank war ein voller Erfolg. Auf dem Adventsmarkt im Kellergewölbe und vor dem Schloss Reckahn boten die Händler ihre Waren erfolgreich an. Großer Andrang herrschte auch beim Weihnachtsprogramm des Kindergartens „Sonnenschein“. Eltern, Geschwister und Großeltern verfolgten gespannt die tolle Vorführung ihrer Kleinen.

Der traditionelle Adventsmarkt des Fördervereins „Historisches Reckahn“ e.V. fand zum fünften Mal in Kooperation mit der Brandenburger Bank statt. Seither ist ein Besucheranwachs  zu verzeichnen. Die Veranstalter bedanken sich bei allen Helfern und bei allen Händlern. 
Zur Finissage der BUMMI-Sonderausstellung wurden drei Bilder von jungen Besuchern prämiert. Die Ausstellung fand reges Interesse am letzten Öffnungstag.

 

Den Abschluss des Nikolausfestes bildete um 18.30 Uhr das ausverkaufte Weihnachtskonzert der Brandenburger Bank in Kooperation mit der Kirchengemeinde Reckahn in der Barockkirche. Das Ensemble der freien Musikschule Brandenburg präsentierte vor über 200 begeisterten Zuhörern traditionelle und moderne Weihnachtslieder, nationale und internationale Lieder sowie Besinnliches und Heiteres.

 

Weitere Informationen: Dr. Silke Siebrecht-Grabig (Leiterin der Reckahner Museen), Tel.: 033835-60672.
 

Foto zur Meldung: 600 Besucher beim Nikolausfest im Schloss Reckahn
Foto: 600 Besucher beim Nikolausfest im Schloss Reckahn

„Reformation & Bildung“ - Tagung in Reckahn und Potsdam mit Forschern aus Polen, Tschechien und Deutschland

(25.11.2017)

Vom 23. bis 25. November 2017 trafen sich die Arbeitsbereiche Historische Bildungsforschung der Partneruniversitäten  Potsdam und Opole im Rochow-Museum Reckahn. Die Tagung stand unter dem Thema „Reformation & Bildung – Historische und pädagogische Facetten“. 

 

Die Teilnehmer informierten sich zunächst in den Reckahner Museen über die Bildungs- und Agrarreformen des Gusherrenpaares von Rochow im 18. Jahrhundert. Auch ein Besuch der Rochowschen Kirche in Reckahn gehörte zum Programm. Sie diskutierten die Auswirkungen der Reformation in Brandenburg, Schlesien und Böhmen sowie deren Bedeutung für die Schulentwicklungen vom 18. bis 20. Jahrhundert. Den Abschluss bildete ein Besuch der Sonderausstellung „Reformation und Freiheit. Luther und die Folgen für Preußen und Brandenburg“ im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam.

 

Die Tagung wurde gefördert vom Akademischen Auslandsamt und der Professur Erziehungswissenschaftliche Bildungsforschung der Humanwissenschaftlichen Fakultät – Department Erziehungswissenschaft der Universität Potsdam.

 

Die Zusammenarbeit von Bildungshistorikern aus Potsdam und Opole hat eine lange Tradition. Bereits seit 1977 gab es regelmäßige Treffen, die 2004 wiederbelebt wurden. Die nächste Tagung wird im Herbst 2018 in Opole stattfinden.

 

Weitere Informationen: Dr. Silke Siebrecht-Grabig, Leiterin der Reckahner Museen, Tel.: (033835) 60672 und Prof. Dr. Frank Tosch, apl. Professor Historische Bildungsforschung an der Universität Potsdam, tosch@uni-potsdam.de

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Foto zur Meldung: „Reformation & Bildung“ - Tagung in Reckahn und Potsdam  mit Forschern aus Polen, Tschechien und Deutschland
Foto: „Reformation & Bildung“ - Tagung in Reckahn und Potsdam mit Forschern aus Polen, Tschechien und Deutschland

Expertenkonferenz zu den „Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen“

(06.11.2017)

Pädagogische Beziehungen bilden ein Fundament dafür, dass Leben, Lernen und demokratische Sozialisation gelingen. Nachdem körperliche und sexualisierte Gewalt geächtet wurde, sind seelische Verletzungen die häufigste und zugleich die am meisten ignorierte Gewaltform im Bildungswesen. Empirisch belegt ist, dass in allen Bildungsstufen ethisch begründetes, die Würde der Kinder und Jugendlichen in ausreichendem Maße achtendes und ethisch unzulässiges, missachtendes pädagogisches Handeln vorzufinden ist. 

 

Am 3. und 4. November 2107 trafen sich im brandenburgischen Rochow-Museum in Reckahn 60 Expertinnen und Experten, um Strategien zur Verbesserung pädagogischer Beziehungen zu erarbeiten. Erstmals wurde enge Kooperation zwischen den versammelten Experten, den internationalen Kooperationspartnern und dem Jugendamt des Landkreises Potsdam Mittelmark vereinbart.


Das Vorhaben beruht auf den in fünfjährigem Entwicklungsprozess durch den Arbeitskreis Menschenrechtsbildung erarbeiteten kinderrechtlich fundierten „Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen“. Die Expertenkonferenz diente dazu, diese Leitlinien zur kinderrechtlichen Verbesserung pädagogischer Beziehungen lokal, bundesweit und international zu verbreiten, Fortbildungskonzeptionen dazu zu entwickeln sowie interdisziplinäre Forschungsvorhaben anzustoßen. Die Leitlinien sollen Reflexionen anregen und als Orientierung für dauerhafte professionelle Entwicklungen auf der Beziehungsebene dienen. Sie wenden sich an Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Verantwortliche in allen Bereichen des Bildungswesens. Auch Versionen der Leitlinien für Kinder und Jugendliche sowie in leichter Sprache werden gegenwärtig entwickelt.


Die Reckahner Reflexionen knüpfen an humane Traditionen der aufgeklärten philanthropischen Pädagogik an, die nachweislich u.a. in der historischen Musterschule in Reckahn zwischen 1773 und 1805 praktiziert wurden. Von diesem „Kulturellen Gedächtnisort mit nationaler Bedeutung“ (Blaubuch Kulturelle Gedächtnisorte 2006) ausgehend sollen gegenwarts- und zukunftsbezogene Perspektiven entwickelt werden. 

 

Projektförderungen und Laufzeiten: 

  • Umfassende Projektförderung durch die Robert Bosch Stiftung für die Laufzeit 2017-2021
  • Anschubfinanzierungen für jährliche Expertenkonferenzen im Rochow-Museum durch die Universitätsgesellschaft Potsdam e.V. und die Helga Breuninger Stiftung in den Jahren 2011-2017
  • Unterstützung eines Vorbereitungskongresses 2013 an der Universität Potsdam durch: GEW, Hamburger Stiftung, Robert Bosch Stiftung und Deutsche Gesellschaft für Erwachsenenbildung
  • Studien zur Projektthematik seit 2002


Herausgeber der Reckahner Reflexionen, Projektträger und Kooperationspartner: 

  • Herausgeber: Deutsches Institut für Menschenrechte Berlin; Deutsches Jugendinstitut e.V. München; MenschenRechtsZentrum der Universität Potsdam 
  • Herausgeber und Projektträger: Rochow-Museum und Akademie für bildungsgeschichtliche und zeitdiagnostische Forschung e.V. an der Universität Potsdam
  • Kooperationspartner, u.a.: Universitäten Kassel, Rostock, Frankfurt/M; International Human Rights Forum Luzern/CH; Großgemeinde Kloster Lehnin (zu der Reckahn gehört) und ihre europäischen Partnerkommunen; Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Berlin

 

Projektteam: 

  • Prof. Dr. Annedore Prengel (Projektleitung); Anne Piezunka, MA (Projektmitarbeiterin ab 1.1.2018); Dr. Silke Siebrecht-Grabig (Leiterin der Reckahner Museen), Dr. Jörg W. Link (Rochow-Akademie).
  • Der seit 6 Jahren kontinuierlich aktive internationale Arbeitskreis Menschenrechtsbildung an der Rochow-Akademie mit ca. 150 mitwirkenden Personen aus allen Bildungsbereichen.
  • Die Reaktionsgruppe der Reckahner Reflexionen: Prof. Dr. Annedore Prengel (Universitäten Potsdam + Frankfurt/M; Rochow-Akademie); Prof. Dr. Friederike Heinzel (Uni Kassel); Dr. Sandra Reitz (Deut-sches Institut für Menschenrechte Berlin); Ursula Winklhofer, MA (Deutsches Jugendinstitut München). 

 

Materialien: Broschüre (20 S.) Plakat, Flyer und Miniflyer der „Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen“, Rochow-Edition Reckahn 2017. Kostenlos zu bestellen und abrufbar unter: http://www.rochow-museum.uni-potsdam.de/reckahnerreflexionen.html

 

Neue offene Fortbildungsangebote für Angehörige aller pädagogischen Berufe sowie team- und kollegiumsinterne Schulungen werden ab 2018 durch die Rochow-Akademie in Reckahn angeboten. 

 

 

Unterzeichnung: Institutionen und namhafte Personen befürworten die Reckahner Reflexionen. Dazu gehören u.a.:

  • International Human Rights Forum Luzern (CH). (Ich begrüße herzlich die Schweizer Delegantion mit Thomas Kirchschläger, der in der Gründungskonferenz 2011 dabei war.)
  • Initiative für große Kinder e.V.
  • Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik
  • Deutsche Liga für das Kind
  • National Coalition Deutschland
  • Grundschulverband
  • Verband Sonderpädagogik e.V.
  • Pestalozzi-Fröbel-Verband e.V. Fachverband für Kindheit und Bildung

 

Personen und Institutionen, die die Reckahner Reflexionen zur Ethik Pädagogischer Beziehungen befürworten, sind eingeladen, sich als Unterzeichner registrieren zu lassen ( aprengel@uni-potsdam.de ).

 

Neue offene Fortbildungstage sowie team- und kollegiumsinterne Studientage zum Thema pädagogische Beziehungen werden im Jahr 2018 im Rochow-Museum und Akademie für bildungshistorische und zeitdiagnostische Forschung e.V. an der Universität Potsdam angeboten.
 

Foto zur Meldung: Expertenkonferenz zu den „Reckahner Reflexionen  zur Ethik pädagogischer Beziehungen“
Foto: Expertenkonferenz zu den „Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen“

Besucheransturm in Reckahn – über 250 Besucher kamen zum Aktionstag „Feuer & Flamme in unseren Museen“

(29.10.2017)

Zum diesjährigen Aktionstag des Landkreises Potsdam-Mittelmark „Feuer & Flamme für unsere Museen“ besuchten über 250 Gäste die Reckahner Museen und die Barockkirche. Bereits am frühen Nachmittag strömten Interessierte aus Nah und Fern. Allein im Schulmuseum probierten sich 90 Erwachsene und 30 Kinder an historischen Schreibübungen oder nahmen an Führungen durch die neue Dauerausstellung teil.

 

Im Rochow-Museum fand vor allem die Sonderausstellung über die Kinderzeitschrift BUMMI mit 150 Gästen großes Interesse. Allein zur Kuratorenführung  kamen fast 50 Gäste und zur Filmveranstaltung „Der bewegte BUMMI“ über 30 Personen. Die Dauerausstellung „ Vernunft fürs Volk besuchten 45 Gäste. Der Laternenumzug fand mit fast 60 Gästen statt. 
Aufgrund des starken Windes wurde auf das Aufstellen von Fackeln im Gutspark verzichtet. Statt Knüppelkuchen an der großen Feuerschale gab es Waffeln für die kleinen Besucher.

Erfolgreicher Denkmaltag in Reckahn mit 150 Besuchern

(18.09.2017)

Am gestrigen Internationalen Tag des offenen Denkmals kamen über 150 Besucher nach Reckahn. Die Reckahner Museen öffneten bei freiem Eintritt ihre Türen. Die erste öffentliche Baustellenführung durch den Renaissancebau neben dem Schloss Reckahn mit dem Architektenbüro Behrens & Heinlein und die Führung durch die Sonderausstellung "Die Kinderzeitschrift BUMMI..." mit den Kuratoren Jeanette Toussaint und Dr. Ralf Forster waren besonders begehrt.

Bei bestem Wetter verbanden viele Gäste die Angebote in den Museen mit einem Spaziergang im Gutspark oder der Besichtigung der Reckahner Barockkirche.

 

Anbei drei ausgewählte Fotos zu Ihrer Verfügung (Fotograf: Silke Siebrecht-Grabig).

 

Mit freundlichen Grüßen

Silke Siebrecht-Grabig

Foto zur Meldung: Erfolgreicher Denkmaltag in Reckahn mit 150 Besuchern
Foto: Tag des offenen Denkmals

Ausstellungseröffnung in Reckahn mit über 100 Gästen

(18.07.2017)

„Die Kinderzeitschrift BUMMI

zwischen Spielzeugland und sozialistischer Ideologie“

 

Die Sonderausstellung "Die Kinderzeitschrift BUMMI zwischen Spielzeugland und sozialistischer Ideologie" wurde gestern im Rochow-Museum Reckahn eröffnet. Unter den über 100 Gästen waren ehemaliger Grafiker der Zeitschrift wie Reinhard Link sowie Angehörige von Manfred Bofinger und Inge Meyer-Rey, die Erfinderin der Bummi-Figur.

 

Nach der Begrüßung durch die Museumsleiterin Dr. Silke Siebrecht-Grabig sprach Dr. Jens Hüttmann von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Er betonte die kritische Sicht der Ausstellung auf den DDR-Alltag und das Bildungssystem, ohne Engagement und künstlerische Vielfalt zu vergessen. Die Kuratoren Jeanette Toussaint und Dr. Ralf Forster berichteten von der Idee zur Ausstellung, den Recherchen, den Gesprächen mit der ehemaligen Chefredakteurin, Ursula Böhnke-Kuckhoff und Grafikern, die für die Zeitschrift gearbeitet haben sowie dem Suchen und Finden von besonderen Leihgaben. Zu sehen sind zum Beispiel ein Tor mit BUMMI-Figuren aus dem ehemaligen BUMMI-Kindergarten in Hermsdorf oder ein großer Plüsch-Teddy, der Teil einer Massengymnastik mit 1152 Kindergartenkindern im Leipziger Zentralstadion 1977 war. Mit einem Wunsch, der auf große Resonanz stieß bei den Zuhörern, beendeten die Kuratoren ihren Beitrag: Eine Wanderausstellung über BUMMI in dem 1962 gebauten BUMMI-Schiff.

 

Die Familienausstellung läuft noch bis zum 10. Dezember 2017.

 

 

Zur Ausstellung

 

Vor 60 Jahren startete in der DDR die einzige Vorschulzeitschrift für Kinder. Ihr Titelheld BUMMI sollte die Drei- bis Sechsjährigen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleiten und ihnen die Heimat nahe bringen. Humanistische und sozialistische Bildung, kindgerechte Geschichten, politische Propaganda und ideologische Erziehungsziele der SED verschmolzen miteinander.

 

BUMMI erschien zwischen 1957 und 1964 monatlich, danach vierzehntägig im Verlag „Junge Welt“. Das Vorschulmagazin konnte abonniert werden, die meisten Exemplare gingen jedoch im freien Verkauf über den Ladentisch. Der Preis blieb von 1959 bis 1989 stabil: 25 Pfennige pro Heft. BUMMI erreichte eine Auflage von einer Dreiviertelmillion.

 

Um Kinder sozialistisch zu erziehen, setzte die Zeitschrift auf ein multimediales Konzept, das Mitmachaktionen einschloss. Darauf aufbauend entwickelte sich BUMMI in den 1960er Jahren zur Marke: Produkte warben mit dem Bären, Filme mit ihm kamen heraus. Sein Name zierte Kindergärten und Kaufhäuser. Noch heute gibt es BUMMI am Kiosk zu kaufen. 2011 war er wieder im Fernsehen zu sehen.

 

Die Familienausstellung widmet sich erstmals BUMMI im Kontext seiner Zeit. Die Themen der Zeitschrift gehören dazu ebenso wie ihre moderne Verbreitung und der Blick in die Gegenwart. Ermöglicht wird die kritische Sicht auf den DDR-Alltag und das Bildungssystem, ohne Engagement und künstlerische Vielfalt zu vergessen. Zu Wort kommen Menschen, die das Magazin hergestellt haben. Zu sehen sind Originalzeichnungen für BUMMI, Bastelbögen, Filme und Tondokumente – und natürlich viele Geschichten mit dem gelben Bären.

 

 

Veranstalter

Förderverein Rochow-Museum und Akademie für bildungsgeschichtliche und zeitdiagnostische Forschung e.V. an der Universität Potsdam

 

Idee und Konzeption

Jeanette Toussaint, Dr. Ralf Forster

 

Förderer

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Stiftung der Mittelbrandenburgischen Sparkassen in Potsdam

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Landkreis Potsdam-Mittelmark

Förderverein Historisches Reckahn e.V.

 

Kooperationspartner

Deutsches Rundfunkarchiv

Universität Potsdam

 

Veranstaltungsort

Rochow-Museum im Schloss Reckahn, Reckahner Dorfstraße 27, 14797 Kloster Lehnin/ Ortsteil Reckahn

 

Öffnungszeiten

Di-Fr 9-16 Uhr, Sa und So 10 -17 Uhr

 

Eintritt: frei

 

 

Begleitprogramm im Museum

 

Sonntag, 10. September
15.00 Uhr Kuratorenführung
16.30 Uhr Kurzfilmprogramm:

Der bewegte Bummi I – als Zeitungsmacher, im Zoo und bei Meister Nadelöhr

Jeanette Toussaint und Dr. Ralf Forster (Kuratoren)

 

Sonntag, 28. Oktober

15.00 Uhr Kuratorenführung
16.30 Uhr Kurzfilmprogramm:

Der bewegte Bummi II – bei Pittiplatsch und Schnatterinchen, als Verkehrspolizist

und andere Geschichten

Jeanette Toussaint und Dr. Ralf Forster (Kuratoren)

 

Freitag, 17. November

14.30 Uhr Fortbildung für Multiplikatoren: Politische Erziehung in der DDR – Vortrag, Gespräch und Vorstellung didaktischer Materilaien

Dr. Jens Hüttmann (Leiter Schulische Bildungsarbeit, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)

 

Sonntag, 10. Dezember
16:30 Uhr Finissage mit BUMMIs Weihnachtsmarkt im Rahmen des Nikolausfestes im Schloss Reckahn.

 

 

Führungen

für Schüler und Erwachsene auf Anfrage

 

Eine Dokumentation mit ca. 90 Seiten ist voraussichtlich Mitte August erhältlich.

 

[Weitere Informationen zur Sonderausstellung]

Foto zur Meldung: Ausstellungseröffnung in Reckahn mit über 100 Gästen
Foto: Ausstellungseröffnung in Reckahn mit über 100 Gästen


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