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Apfelkuchen zu Fontanes Besuch 2.0


Bild zur Meldung: Apfelkuchen zu Fontanes Besuch 2.0



Theodor Fontane 2.0, das neueste Update des märkischen Dichters, der dieses Jahr seinen 200. Geburtstag feiert, kam höchstpersönlich als Hank Teufer nach Kloster Lehnin. 

Gemeinsam mit Bürgermeister Uwe Brückner, dem Vorstandsvorsitzenden des Diakonissenhauses, Pfarrer Matthias Blume, und Helga Brandt aus der Kreisverwaltung PM wurde feierlich die Stele eingeweiht, die am Klostereingang auf den 300 km langen Fontaneradweg hinweist, der ab sofort auch durch Kloster Lehnin führt. Alle Beteiligten versprechen sich vom neuen Radweg zusätzliche (Rad)Touristen.

Eine weitere Stele wurde im Schloßpark Reckahn installiert, wo Fontane nie war, weil er vor Reiseantritt starb. Die Leiterin der Reckahner Museen, Dr. Silke Siebrecht-Grabig, hat dennoch nach Sichtung des Schriftverkehrs herausgefunden, dass Theodor Fontane enge Kontakte zur Rochowschen Adelsfamilie pflegte.

Beim Fontane-Apfelkuchen entführte "Fontane" die Gäste im Café Fiedler in die Geschehnisse des 19. Jahrhunderts. Das Kloster war damals verfallen und die Diakonissen teilweise noch adlig. Fontane reiste mit "Thomas Cook" und ihm war ganz übel bei der Überfahrt nach England. Deshalb plädiert er für Reisen in der unmittelbaren Heimatregion, am besten auf "Fahrrad-Bahnen", deren Bau durch den "Soli" finanziert werden sollen. Fontanes Ausführungen zur Deutschen Einheit, die er 1870 ersann, haben bis heute einen aktuellen Bezug - ein geteiltes Deutschland will zusammenwachsen.

Die Lehniner Klosterkirche erlebte Fontane als "nackte, nur kümmerlich bei Leben erhaltene Existenz, die trister ist als Tod und Zerstörung". Aber draußen auf dem Klostergelände spürte er die "Poesie des Verfalls" und allerlei Zauber. Die Schuljugend kletterte auf den Trümmern umher und in Bodennähe sollen einer alten Sage zufolge Mönchsgesänge zu hören sein. Und inmitten roter Kirchenfensterscheiben wähnte Fontane das "Weiße Fräulein", dass treppauf und treppab den Mönch sucht, den sie liebt.

Pfarrer Blume sprach von einem kostbaren Erbe, die Lehniner Klosteranlage zu erhalten und sinnvoll zu nutzen. Zum Kloster hätten einst 64 Dörfer gehört und dazu viele Wind- und Wassermühlen. In der heutigen Zeit sei die Entwicklung des Klosters zu einem touristischen Anziehungsort eine der wichtigsten Aufgaben.

Bürgermeister Brückner erinnerte daran, dass das Kloster die Region über Jahrhunderte geprägt und 2002 der Gemeinde den Namen gegeben hat. "Ich freue mich, dass die Gemeinde Kloster Lehnin den 200. Geburtstag dieses Menschenkenners, dessen Romane bis heute gern gelesen werden, mit zwei Stelen würdigen kann. Dies ist nur möglich, weil die Landkreise PM und HVL uns dabei stark unterstützt haben. Allen Beteiligten an diesem wunderbaren Radweg vielen Dank!" 

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