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Gemeinde kauft Gebäude für Emstaler Backofenmuseum

Die Gemeinde kaufte nach mehrjährigen Verhandlungen jetzt das Gebäude, in dem sich das Backofenmuseum befindet. Es liegt am Anger in der Emstaler Hauptstraße 29, im Ortsteil Emstal. Im Jahr 2000 wurde mit dem damaligen Eigentümer ein Pachtvertrag über 20 Jahre für den ehemaligen Dorfladen abgeschlossen, um darin ein Backofenmuseum einzurichten. Für den Ausbau als Museum wurden inzwischen 111.500 € investiert, davon ca. 108.300 € Fördermittel. Genutzt wurde das Objekt bisher durch die Interessengemeinschaft „Backofenmuseum Emstal“, aus deren Reihen sich 2020 der „Backofenverein Emstal e.V.“ gründete.

 

Im Museum zu besichtigen sind historische Geräte und Backutensilien aus Haushalten und Bäckereien. Besucher/innen erhalten Einblicke in dörfliche Traditionen, wie vor Jahrhunderten gebacken wurde und über die Arbeit der Backofengemeinschaft heute. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich der Backofenplatz, auf dem historische Lehmbacköfen stehen. Zwei sind  noch in Betrieb. Der Backofenverein hält sie instand und nutzt diese noch. Traditionelle Backtage am Lehmbackofen sind (außerhalb der Coronazeit) Karfreitag, Himmelfahrt (mit Eisbeinessen), Pfingstsonnabend, beim Backofenfest (Sonnabend nach Pfingsten), am 3. Oktober und am 23. Dezember.

 

Zum Anfang des Projektes hatten die Emstaler nur eine kleine Backstube zur Verfügung. Da diese aber zu klein und zu weit von den Öfen weg war, musste ein neues Gebäude in der Nähe der Öfen gefunden werden. Glück im Unglück war für die Backofen-Freunde die Schließung des alten Konsums, der sich direkt gegenüber den Öfen befand.

 

Die Emstaler backten ihre Brote bis ins frühere Jahrhundert in 14-tägigem Abstand in bis zu 20 Backöfen. In beiden Kriegen wurden die Backöfen mehrmals zerstört und wiederaufgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg gerieten die Backöfen in Vergessenheit. Erst 1983 wurde das Interesse für die Backöfen wiedergeweckt. Die damalige Bürgermeisterin Lilo Behrendt stellte die Frage, was denn mit den Backöfen passieren soll, da sie ein Schandfleck in der Ortsmitte Emstals darstellten. Die zündende Idee kam vom damaligen LPG-Vorsitzenden Herbert Schenk: „Wir restaurieren den noch gut erhaltenen Backofen, gründen eine Interessengemeinschaft und backen Brot, wie zu Großmutters-Zeiten." Am 14. März 1983 gründeten acht Familien eine Interessengemeinschaft. Am 19. März 1983 gingen alle Mitglieder in den Wald zum Knackbinden. Der noch gut erhaltene Backofen wurde gesäubert, defekte Stellen wurden repariert und mit einer Mischung aus Wasser, Lehm und Stroh neu verschmiert. Der erste Probebacktermin der Interessengemeinschaft war dann am 28. Mai 1983 – und das Brot gelang vortrefflich.

 

Kloster Lehnins Bürgermeister Uwe Brückner ist heute glücklich über den Kauf der Immobilie: „In Coronazeiten müssen wir auch an das Danach denken. Mit dem Kauf sichert die Gemeinde den langfristigen Erhalt des Backofenmuseums. Das Brotbacken ist nicht nur ein kulinarischer Gewinn für die Kloster Lehniner und ihre Gäste, sondern auch ein Hobby, dass den Zusammenhalt im Dorf stärkt. Die Kaufsumme ist daher gut angelegt.“

 

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Veröffentlichung

Mi, 27. Januar 2021

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