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Minister lud zur Diskussion über das Moor ein

Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel hat zum Thema „Zukunft Moor“ am 7. September in die Ortsteile Netzen und Lehnin eingeladen.

Mit dem Kremser wurden Wiesen der Agrargesellschaft Emster Land mbH besichtigt. Die eigentliche Diskussion fand abends mit ca. 60 Interessierten in der Emsterlandhalle auf dem Schulcampus Lehnin statt.

Moore haben durch ihren Entstehungsprozess gigantische Mengen an Kohlenstoff gespeichert. In der Torfschicht der Moore wird dieser Kohlenstoff solange gebunden, wie das Moor von einem konstanten Wasserpegel luftdicht verschlossen bleibt. Anderenfalls wird nach und nach Kohlenstoffdioxid und weitere Treibhausgase durch die stufenweise Austrocknung wieder abgegeben.

Die Intensivierung der Landwirtschaft im letzten Jahrhundert durch Kanal-, Gräben- und Stausysteme führte dazu, dass sich in großen Flächen der heimischen Moorlandschaft der Wasserspiegel senkte und vormals unzugänglichen Gebiete für Viehzucht und Ackerbau nutzbar wurden.

Mit der Änderung des Klimaschutzgesetzes hat die Bundesregierung die Vorgaben verschärft und das Ziel der Treibhausgasneutralität der Bundesrepublik bis 2045 verankert. Bis 2030 sollen die Emissionen um 65 Prozent gegenüber 1990 sinken. Diese Ziele sind laut Minister Vogel nur zu erreichen, wenn die großen CO2-Produzenten verringert und zusätzliche Möglichkeiten der dauerhaften CO2-Speicherung geschaffen werden. Durch eine Wiedervernässung der Moorflächen soll die Freisetzung von Treibhausgasen gestoppt werden. Eine gezielte Bewirtschaftung mit Moorpflanzen kann Kohlendioxid binden. Zudem sollen die brandenburgischen Moore eine größere Rolle beim Wasserrückhalt spielen.

Über die bevorstehenden Veränderungen und die damit verbundenen Möglichkeiten und Herausforderungen tauschte sich Minister Vogel vor Ort mit Interessierten aus.

Einige wichtige Fragen waren hierbei: Wie gelingt es uns, die verschiedenen Belange – den Schutz des Klimas, der Natur, der Böden, der Gewässer und den Erhalt der Landwirtschaft – in Einklang zu bringen? Welche Perspektiven gibt es für Akteurinnen und Akteure, die diese Flächen besitzen und nutzen? Welche finanzielle Unterstützung ist verfügbar?

Minister Vogel sagte, dass ohne eine Vernässung der Moore und die damit verbundene Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes das Land Brandenburg nicht bis 2045 klimaneutral werden könne.

Landwirt Stephen Costello, dessen Weidewirtschaft mehrmals prämiert wurde, sagte, dass eine  maximale Vernässung seiner Wiesen auf den Wunschpegel des Ministeriums die bisher in Netzen betriebene Viehwirtschaft unmöglich machen könnte: Pflanzen, die Tiere gerne fressen, verschwinden und die Kühe dürften keine nassen Füße bekommen. Aus seiner Sicht sei der derzeitige Wasserpegel ideal. Der Minister versprach, dass er mit den hiesigen Landwirten Kompromisse finden möchte und die Moore nicht flächendeckend unter Wasser setzen will, sondern nur dort, wo es ökologisch und ökonomisch Sinn macht.

Hausbesitzer*innen äußerten die Befürchtung, dass bei einer stärkeren Vernässung der Moore Keller in den Ortrandlagen wieder nass würden wie vor dem Bau von Meliorationsgräben. Im Gegensatz zu früher seien die Keller aber heute intensiver genutzt, z. B. für die Unterbringung von Heizungen, als Wohnraum etc.  

Einheimische Bauern kritisieren, dass die Landesregierung nicht intensiv genug mit den Wasser- und Bodenverbänden zusammenarbeitet. Diese verfügen über umfangreiches Wissen zu vorhandenen Wasserstrukturen, könnten Pläne optimieren, bräuchten aber dringend selbst finanzielle Mittel, um die in die Jahre gekommenen Wehre zu ertüchtigen, die den Wasserstand regulieren. Die Kommunikation soll in der Zukunft verbessert werden. Es wird weitere Abstimmungsrunden bedürfen, um Lösungen für alle Anlieger*innen zu finden, mit denen sie leben können.    

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Di, 12. September 2023

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